| 20:29 Uhr

Saarbrücken
Diskussion um Lehrerstellen-Abbau

Saarbrücken. 26 Stellen fallen weg. Trotzdem soll es an den Schulen nicht weniger Lehrer geben.

(kir/noe) Die große Koalition hat die Klage der Landeselterninitiative für Bildung über den Abbau von 26 Lehrerstellen im Doppelhaushalt 2019/20 relativiert. Es gehe an den Schulen keine Lehrerstelle verloren, hieß es übereinstimmend von SPD und CDU im Landtag. Bei den 26 Stellen, die wegfallen, handele es sich nämlich um Stellen von abgeordneten Lehrkräften, die dauerhafte Aufgaben im Bildungsministerium übernommen hätten, allerdings immer noch im Stellenplan der Schulen geführt worden seien. Diese würden nun in Verwaltungsstellen umgewandelt und somit verlagert, was nicht zu Lasten der Schulen geht, erklärte die SPD. Insofern stehe der Haushalt auch nicht im Widerspruch zur Aussage der Regierung, dass der Stellenabbaupfad ausgesetzt werde, so die CDU.


Die Landeselterninitiative hatte sich zuvor in einem offenen Brief an die Vorsitzenden der Regierungsfraktionen „überrascht und enttäuscht“ darüber gezeigt, dass die Zusage nicht eingehalten worden sei.

Der Saarländische Philologenverband sieht die Abordnung der Lehrkräfte kritisch. Zwar sei es im Interesse der Lehrer, dass die Schulaufsicht, wohin die Beamten hauptsächlich abgeordnet seien, gut personalisiert sei, sagte der Vorsitzende Marcus Hahn. Doch die Politik habe offenbar in den vergangenen Jahren zu viele Stellen in der Verwaltung abgebaut und habe deshalb Lehrer abordnen müssen.