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"Dima" erlebt seinen zweiten Frühling

Köllerbach. Die Lockerheit ist den Spielern des Fußball-Oberligisten Sportfreunde Köllerbach und Trainer Melori Bigvava richtig anzusehen. Und es weht auch ein Hauch von Profi-Fußball an der Burg Bucherbach Von SZ-Mitarbeiter Tobias Jungfleisch

Köllerbach. Die Lockerheit ist den Spielern des Fußball-Oberligisten Sportfreunde Köllerbach und Trainer Melori Bigvava richtig anzusehen. Und es weht auch ein Hauch von Profi-Fußball an der Burg Bucherbach. Während Nadir Belhouchat nicht nur mit neuem Haarschnitt über den Kunstrasen flitzt, sondern auch im feinen Mainz 05-Zwirn aufwartet, mag es Torjäger Davit Bakhtadze gerne eine Nummer größer. Dass er im Real Madrid-Trikot trainiert, ist keine Arroganz, sondern eben Ausdruck dieser neugewonnenen Lockerheit. Kein Wunder, schließlich ist der Klassenverbleib vor dem letzten Spiel gegen Roßbach (Samstag, 15.30 Uhr) längst unter Dach und Fach.



Nur einer mag es weniger spektakulär. Dimitri Abazadze ist neben Bakhtadze der dienstälteste Spieler im Team. Und er ist wichtiger denn je. Zu Saisonbeginn sollte Abazadze eigentlich als Stand-By-Spieler dienen. Nun hatte er maßgeblichen Anteil am Klassenverbleib. "Ich wollte nie Stand-By-Spieler sein, sondern immer Teil der Mannschaft", sagt der 37-Jährige.

Unter Trainer Bigvava erlebt "Dima" eine Renaissance. Neben Daniel Magno organisiert er seit der Winterpause die Viererkette der Sportfreunde. Trotz der vielen Neuzugänge konnte er sich seinen Stammplatz zurückerkämpfen. "Ich bin eher wegen der Neuen in die Mannschaft zurückgekommen. Denn die Qualität der neuen Spieler hat sich auf alle übertragen", sagt Abazadze, der bei seinem Trainer einen ganz hohen Stellenwert hat. "Dima hat einen großen Anteil an unserem Erfolg. Er spielt derzeit hervorragend, ist aus der Mannschaft nicht wegzudenken", lobt Bigvava.

Deshalb wird der Allrounder, der in Köllerbach bis auf die Torhüterposition bereits nahezu alles spielte, auch gegen Roßbach benötigt. "Wir wollen den Zuschauern beim letzten Heimspiel noch einmal etwas bieten", verspricht Abazadze, der auch in der kommenden Saison das Trikot der SF Köllerbach tragen wird. "Ich werde mein Bestes geben, um wieder dabei zu sehen. Wenn ich merke, es reicht nicht mehr für die Oberliga, bin ich selbstkritisch genug, aufzuhören. Aber derzeit ist das kein Thema."

Abazadze ist fest in den Personalstand für die kommende Saison eingerechnet. "Ab der kommenden Woche werden Entscheidungen fallen", kündigt indes der erste Vorsitzende, Frank Mang, an. Einige der Köllerbacher Spieler haben sich für andere Vereine empfohlen. Dominik Groß etwa. Oder Torhüter Sebastian Grub. Doch beide können sich auch vorstellen, weiter in Köllerbach zu bleiben.

Eine andere Personalentscheidung ist dagegen längst getroffen. Melori Bigvava trainiert auch in der kommenden Spielzeit die Sportfreunde, die dann in ihr drittes Oberligajahr in Folge gehen. "Mit Biggi besteht eine Absprache. Er bleibt weiter unser Trainer", sagt Frank Mang.