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Störung am Dillinger Hochofen
Untersuchung von Ruß-Niederschlag noch ohne Ergebnis

Die Dillinger Hütte.
Die Dillinger Hütte. FOTO: BECKER&BREDEL / bub
Dillingen. Nach dem Ruß-Niederschlag der Dillinger Hütte, der Verunreinigungen in Saarlouis und Umgebung zur Folge hatte, bleibt weiter unklar, ob die schwarzen Partikel gesundheitsgefährdend sind. Das Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz (LUA) untersucht derzeit Proben der Verunreinigungen. Von Lisa Kutteruf

Wie eine Sprecherin auf Anfrage der SZ mitteilte, ist aber erst Ende dieser Woche mit Ergebnissen aus dem Labor zu rechnen.


Die Dillinger Hütte arbeitet unterdessen weiter an der Behebung der Störung. Nach Angaben einer Unternehmenssprecherin läuft die Behebung nach Plan, mit schrittweisen Erfolgen. Die Roheisenproduktion werde mengenmäßig nach und nach gesteigert. Zu Emissionen sei es nicht mehr gekommen. Laut der Sprecherin ist die Dillinger Hütte dabei, die rund 150 Bürgeranfragen nach einer Schadensregulierung zu bearbeiten. Nach einer Störung am Hochofen 4 war am 8. August eine schwarze Wolke über der Dillinger Hütte aufgestiegen. Die Wolke bestand offenbar aus Kohlenstaub, den Dillinger Hütte und LUA als unbedenklich für die Gesundheit einstuften. Als das Unternehmen die Störung beheben wollte, gingen dunkle Rußpartikel über zahlreiche Gärten und Häuser in Saarlouis und Umgebung nieder. Was die Ursache ist und ob die Verunreinigungen in und um Saarlouis aus dem Hochofen 4 oder aus einer anderen Quelle stammen, soll eine Analyse von Wischproben des Staubniederschlags offenlegen.