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Die Show kann beginnen

Saarbrücken. Das Zelt steht, die Artisten sind bereit: Am Samstag zeigt der Circus Flic Flac zum ersten Mal sein neues Programm „Exxtrem“. Die Künstler sind nicht zum ersten Mal in Saarbrücken. Einige verbinden schöne Erinnerungen mit der Stadt. Von Christina Korb-Völke und Marko Völke (beide SZ)

Das 120 mal 60 Meter große XXL-Zelt steht, die Technik wird eingerichtet, die Artisten haben mit ihrem Training begonnen. Auf seiner aktuellen "Exxtrem"-Tour gastiert der Circus Flic Flac vom morgigen Samstag an bis zum 18. August auf den Saarbrücker Saarterrassen. Für einige der über 40 Künstler ist es nicht der erste Besuch in der Landeshauptstadt. So erinnert sich Nicolai Kuntz, der in dem Zirkus groß geworden ist, noch gut: "Ich hatte mir den Arm gebrochen und habe damals in Saarbrücken wieder angefangen zu trainieren." Die Stadt habe ihm sozusagen Glück gebracht, denn seitdem sei er fit. In der aktuellen Show ist der heute 20-Jährige gleich doppelt vertreten, mit einer Trapez- und einer Diabolo-Jonglage-Nummer.

Auch Larissa und Tatjana, die beiden Töchter des Flic-Flac-Gründers Benno Kastein, waren schon des Öfteren im Saarland zu Gast. Erst drückten sie im "rollenden Klassenzimmer" die Schulbank: "Ich habe in Saarbrücken meinen Abschluss gemacht und bin vor Freude in die Saar gesprungen", blickt Larissa zurück, und Tatjana ergänzt: "Wir freuen uns immer sehr auf die Stadt." Die Saarländer seien ein tolles Publikum und nähmen die Artisten immer herzlich auf. Sogar als es bei einem Gastspiel vor ein paar Jahren besonders heiß war, sei das Zelt bei gefühlten 50 Grad Hitze stets voll gewesen: "Das gibt es in keiner anderen Stadt." Tatjana erinnert sich zudem gut an die Zeit, als das schwarz-gelbe Zelt noch vor dem Staatstheater stand und sie im Teenager alter ihre Idole von "US 5" beim Saar-Spektakel traf. Heute ist sie 21 Jahre alt und zeigt in dem aktuellen Programm eine Handstand-Nummer. Ihre ältere Schwester Larissa (26) schlängelt sich um eine Pole-Stange, die auf einem Bagger steht. Zudem leitet Larissa seit vier Jahren das "Festival der Artisten", mit dem Flic Flac zur Weihnachtszeit in Kassel gastiert. Im vergangenen Winter feierte das Unternehmen in Saarbrücken Premiere mit seinem "X-Mas Circus".

Dieser stellte für ihre in der Landeshauptstadt geborene Nichte Jenny Kastein die Weichen für die Zukunft. Die 16-Jährige feierte hier ihre Manegen-Premiere als Artistin und wurde vom Zirkus-Fieber infiziert. "Sie trainiert fleißig", sagt Larissa. Nach der Schule möchte sie nun hauptberuflich als Artistin arbeiten. Auch Flic-Flac-Sprecher Sebastian Rottner-Hönike war bereits in den 80er Jahren in Saarbrücken. Hier besuchte er nicht nur ein französisches Theaterfestival, sondern stand auch selbst auf der Bühne. "Ich habe beim Altstadtfest mitgewirkt und Percussion und Blues-Harp gespielt", erinnert er sich.

Vorstellungen: dienstags bis freitags jeweils um 20 Uhr, samstags um 16 und 20 Uhr, sonntags um 15 und 19 Uhr, an Mariä Himmelfahrt (15. August) zusätzlich um 16 Uhr. Karten und Infos unter Tel. (01 80 05) 99 06 09 sowie im Internet unter www.flicflac.de