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Die Menschenfreunde

Der Verein "Freunde für Afrika" - im Bild Herbert Nomine - engagiert sich für Bedürftige. Foto: SZ
Der Verein "Freunde für Afrika" - im Bild Herbert Nomine - engagiert sich für Bedürftige. Foto: SZ
Saarbrücken. Der Saarbrücker Verein "Freunde für Afrika" unterstützt seit zwölf Jahren die Bevölkerung in den afrikanischen Staaten Ghana und Kenia. "Vor 25 Jahren ist es mir finanziell sehr gut gegangen. Darum habe ich Theologiestudenten gefördert", erzählt der Vereinsvorsitzende Bernhard Folz. So kam es, dass Folz Studenten aus Kenia und Ghana kennen lernte Von SZ-Mitarbeiter Benjamin Rannenberg

Saarbrücken. Der Saarbrücker Verein "Freunde für Afrika" unterstützt seit zwölf Jahren die Bevölkerung in den afrikanischen Staaten Ghana und Kenia. "Vor 25 Jahren ist es mir finanziell sehr gut gegangen. Darum habe ich Theologiestudenten gefördert", erzählt der Vereinsvorsitzende Bernhard Folz. So kam es, dass Folz Studenten aus Kenia und Ghana kennen lernte. Unter anderem auch den Kenianer Philip Anyolo. Dieser ist heute Bischof in der katholischen Diözese Homa Bay und vertretungsweise in der Diozöse Nakuru. "Da hat sich eine Freundschaft entwickelt", sagt Folz. Seit der Vereinsgründung im Jahr 1997 habe der Verein eine Schule im kenianischen Iten und im ghanaischen Damango eine Mädchenschule bauen lassen. "Bischof Anyolo verteilt die Spendengelder", erklärt Folz. So habe der Verein die Reparatur einer Wasserpumpe in einem Waisenhaus in Homa Bay finanziell unterstützt. Ein Mal im Jahr fliegt Folz zusammen mit seiner Frau nach Kenia. Ein Teil davon sei Urlaub, die restliche Zeit verbringe das Ehepaar damit, die Einrichtungen zu besichtigen. Und wo sie helfen können, gehen Folz und seine Frau zur Hand. Etwa bei kleineren Reparaturarbeiten oder wenn es darum geht, die Außenanlage eines Hospitals zu begrünen. Die weite Reise einmal pro Jahr bedeute Folz viel. Zum einen wolle er die Freundschaft zu Philip Anyolo weiter pflegen, zum anderen aber auch in Kontakt zu den Bewohnern kommen. Derzeit entstehe mit Spendengeldern im kenianischen Homa Bay ein Operationssaal im St. Paulus Hospital, ein Krankenhaus mit 25 Betten. Das Vereinsmitglied Paul Schützeichel hat zusammen mit Bischof Anyolo den Umbau des Hospitals organisiert. Neben einem Operationsraum soll dort eine Aids-Beratungsstelle eingerichtet werden. Die Spenden seien in den vergangenen zwei Jahren leicht rückläufig, sagt Vereinschef Folz. Die Leute würden das Geld vor allem wegen der gestiegenen Lebenshaltungskosten zurückhalten.Zu den Freunden und Förderern von "Freunde für Afrika" gehört von Beginn an das Ehepaar Herbert und Änne Nomine aus Saarbrücken. Sie machen Werbung, sammeln Spenden und unterstützen "Freunde für Afrika". Allein im vergangenem Jahr hat das Ehepaar Nomine rund 1400 Euro an Spenden gesammelt.




HintergrundBei der Aktion "Saarlands Beste" stellt die SZ Menschen und Vereine vor, die sich in besonderer Weise für andere engagieren. Je drei von ihnen werden von einer Jury vorausgewählt und in der SZ vorgestellt. Die Leser können sie dann zum Monatssieger wählen. Haben Sie Vorschläge zu Personen oder Vereinen? Dann schicken Sie diese bitte an: Saarbrücker Zeitung, Stichwort "Saarlands Beste", Gutenbergstr. 11-23, 66 103 Saarbrücken. red