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Die Jugendarbeit hat einen hohen Stellenwert

Rohrbach. Hans Wagner hatte es am Sonntagmittag im Rohrbacher Jugendheim auf den Punkt gebracht: "Entscheidend sind nicht die Jahre, sondern das Leben, das drin steckt". Der Ortsvorsteher brachte damit das 40-jährige Bestehen des Musikvereins Rohrbach (MVR) zum Ausdruck, welches man mit einem Kommers würdigte Von SZ-Mitarbeiter Jörg Martin

Rohrbach. Hans Wagner hatte es am Sonntagmittag im Rohrbacher Jugendheim auf den Punkt gebracht: "Entscheidend sind nicht die Jahre, sondern das Leben, das drin steckt". Der Ortsvorsteher brachte damit das 40-jährige Bestehen des Musikvereins Rohrbach (MVR) zum Ausdruck, welches man mit einem Kommers würdigte. Entsprechend groß war auch die Schar der Gratulanten, die dem 360 Mitglieder zählenden Verein ihre Aufwartung machten. Oberbürgermeister Georg Jung überreichte dem Vorsitzenden Stefan Abel und dessen Stellvertreter Johannes Fettig die Urkunde der Stadt.Fettig hatte mittels einer kurzweiligen und lockeren Präsentation von Fotos, die von Albert Senzig und Michael Wagner zur Verfügung gestellt wurden, die Ereignisse seit der Gründung am 3. Dezember 1972 Revue passieren lassen. Schon Mitte der 20er Jahre gab es Blasmusikkapellen in Rohrbach. Zuerst im Katholischen Gesellenverein, der später von den Nazis verboten wurde. Dann in der Stahlhelm-, der Feuerwehr- und der Kreisfeuerwehrkapelle. Nachdem die Musiker im Pfarrorchester nicht ausreichten, entschied man sich Ende 1972 zur Suche von Mitwirkenden für eine Bläsergruppe, die sich dann im Jugendheim gründete. Der Bund mit der Kolpingfamilie hält heute noch.


Ab 1974 nannte man sich dann Musikverein und verzeichnete mehr und mehr Mitglieder. Jugend- und Schülerorchester kamen später hinzu. 1998 startete man mit den bekannten Mottokonzerten. Damit wuchs auch die Zahl der Konzertbesucher, weshalb man seit 2001 die Rohrbachhalle als Konzertsaal nutzt. Alleine zur Mallorca-Nacht 2009 kamen über 600 Besucher. Im gleichen Jahr setzte man auch mit etwas Maßstäbe, was man eigentlich vorwiegend aus der Wirtschaft kennt: Die Rohrbacher Musiker haben sich ein Leitbild gegeben. Neben der musikalischen Weiterentwicklung beinhaltet es auch die gegenseitige Wertschätzung.

Heute ist der Verein auf 125 Musiker stolz. 73 davon sind unter 25 Jahre. Es gäbe keine Gruppierung, die zu den Schulungen des Bund Saarländischer Musikvereine (BSM) so viele Jugendliche anmelde, wie der Musikverein Rohrbach, stellte der BSM-Kreisvorsitzende Saarpfalz, Detlev Rekittke, fest. Er nahm die Ehrungen seines Verbandes von verdienten Mitgliedern ebenso vor, wie der MVR-Vorsitzende Abel und sein Stellvertreter Fettig. Der scheidende Vorsitzende Rekittke sparte aber auch nicht mit Kritik an der unzureichenden Anerkennung der musikalischen Arbeit durch die öffentliche Hand.



Auf einen Blick

Ehrungen Verein: Gerhard Scherer, Roland Quirin, Heinz Abel, Wilma Hort, Albert Knoch und Norbert Feibel (alle 40 Jahre); Franz-Josef Borner, Herbert Jacobs, Heike Kreutle, Luitpold Michely, Uschi Müller, Dominik Peter, Katrin Peter, Bodo Schiehl, Michael Wagner und Susanne Wagner (alle 25 Jahre); Jürgen Bastian (30 Jahre). Ehrungen BSM: Michael Engstler und Daniela Kluck (beide 15 Jahre); Markus Römer, Carsten Wagner und Jörg Wagner (alle 25 Jahre); Gerhard Scherer (40 Jahre). jma