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"Die Jugend ist unser Kapital"

 In den Teams der G- und F-Junioren spielen die jüngsten Kicker beim VfL Primstal. Foto: Faber
In den Teams der G- und F-Junioren spielen die jüngsten Kicker beim VfL Primstal. Foto: Faber
Primstal. Rollt der Ball, lässt sich vom Nachwuchs keiner ablenken. Ansonsten fordert Jugendtrainer Lothar Pesch bei den fünf- und sechsjährigen G-Junioren (Minis) ab und an etwas Konzentration. Bei Trainersohn Marc dribbeln die F-Junioren mit der Kugel am Fuß. Sind sie dann beim Torschuss erfolgreich, wird das mit einem Schrei oder hochgestreckten Armen als Siegerpose quittiert Von SZ-Mitarbeiter Frank Faber

Primstal. Rollt der Ball, lässt sich vom Nachwuchs keiner ablenken. Ansonsten fordert Jugendtrainer Lothar Pesch bei den fünf- und sechsjährigen G-Junioren (Minis) ab und an etwas Konzentration. Bei Trainersohn Marc dribbeln die F-Junioren mit der Kugel am Fuß. Sind sie dann beim Torschuss erfolgreich, wird das mit einem Schrei oder hochgestreckten Armen als Siegerpose quittiert. Inklusive der E- und D-Junioren gehen 68 Kinder aus Primstal in sechs Teams für den VfL auf Torejagd."Wir profitieren einfach von einer nun schon jahrzehntelangen intensiven Nachwuchsarbeit", erklärt Jugendleiter Dietmar Scheid. Diese gehe auch über den Fußball hinaus. "Mit Werbemaßnahmen stellen wir unsere Konzepte im Kindergarten und in der Schule vor", sagt Scheid. Was seine Vorgänger, Albrecht Holz und Lothar Pesch, einst begonnen haben, führt der Verein mit Konstanz und Nachhaltigkeit fort.


Als so genannter "Sternverein" (Kooperationspartner) des Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern setzt der VfL bei den Jugendfußballern weitere Anreize. "Wir besuchen das Trainingsgelände in Kaiserslautern und führen dort gemeinsame Zeltlager durch", erzählt Scheid. Und die Vorbilder der jungen Fußballer wohnen in ihrer Nachbarschaft. Steven Zellner und Boris Becker schafften über die VfL-Jugendteams im Jahre 2007 den Sprung ins U17-Bundesligateam in Kaiserslautern, in die U17-Nationalelf und wurden am Betzeberg zu Profis.

Um auch überregional eine gute Rolle spielen zu können, entschied sich die VfL-Vorstandsetage vor zwei Jahren, mit den Jugendabteilungen aus Hasborn, Scheuern und Überroth die Kräfte zu bündeln. Von der C-Jugend bis zu den A-Junioren wurde die JFG Schaumberg-Prims gegründet. In den acht Mannschaften sind momentan 62 Jugendliche, deren Stammverein der VfL Primstal ist, vertreten. "In der abgelaufenen Saison waren wir so erfolgreich wie noch nie", bilanziert der Primstaler Christof Holz, Beisitzer im JFG-Vorstand. Die A- und die C-Junioren feierten die Meisterschaft in der Verbandsliga und treten nun in der Regionalliga an.



Von den Erfolgen seines Nachwuchses profitiert dann wieder der Aktivenbereich des VfL. "Die Jugend ist unser Kapital. Wir wollen die Spieler die aus der Jugend kommen, für unsere beiden Seniorenmannschaften übernehmen", bringt VfL-Präsidiumsmitglied Alwin Arm die Vereinsphilosophie auf den Punkt. Bis zu diesem Zeitpunkt müsse man den Jugendlichen etwas bieten. Zur neuen Spielzeit werden die Kicker im Allerswaldstadion auf einem neuen Kunstrasenplatz spielen. Für 250 000 Euro wird die Spielfläche erneuert. Auf den Verein kommen Kosten von etwa 40 000 Euro zu, so Arm. "Einen Teil tragen wir selbst, den Rest müssen wir finanzieren", sagt das Präsidiumsmitglied. Die finanzielle Herausforderung will der Verein mit Rasenpatenschaften abfedern. Der Platz ist in eine Parcellierung zu 688 Feldern aufgeteilt, die zu unterschiedlichen Preisen zu erwerben sind. "Bis Ende Juni ist der Platz fertig", informiert Arm. Für den 22. Juli ist eine Einweihungsfeier mit Gottesdienst geplant, eine Woche später wird beim Turnier um den Gemeindepokal der Ball rollen.