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Die Ernte einbringen wie anno dazumal

 So wurde damals das Getreide geerntet. Foto: SZ/Holzer
So wurde damals das Getreide geerntet. Foto: SZ/Holzer
St. Wendel. Eine traditionelle Getreideernte in Vorbereitung auf das Erntedankfest beginnt am kommenden Sonntag, 20. Juli, um elf Uhr auf dem St. Wendeler Wendelinushof. Das teilt der Verein Landwirtschaftlicher Fachschulabsolventen (VLF) mit. Er weist darauf hin, dass die Veranstaltung nur bei günstigem Wetter stattfindet und nennt für den Fall der Fälle den Sonntag, 27

St. Wendel. Eine traditionelle Getreideernte in Vorbereitung auf das Erntedankfest beginnt am kommenden Sonntag, 20. Juli, um elf Uhr auf dem St. Wendeler Wendelinushof. Das teilt der Verein Landwirtschaftlicher Fachschulabsolventen (VLF) mit. Er weist darauf hin, dass die Veranstaltung nur bei günstigem Wetter stattfindet und nennt für den Fall der Fälle den Sonntag, 27. Juli, als Ausweichtermin. "Früher begann die Getreideernte sechs bis acht Wochen nach der Heuernte", weiß VFL-Vorsitzender Rudolf Marx. Die Schnitter oder Mäher seien mit ihren Sensen und gemeinsam mit den "Gleckerinnen", die mit ihren Sicheln das Erntegut aufnahmen, auf die Felder gezogen. Zum Schluss seien die Binderinnen gekommen, die die aus zwei oder drei "Glecken" bestehenden Garben banden. Nachdem ein Acker gemäht war, seien die Garben schließlich zu Kasten getragen worden, damit das Getreide "bis zu seiner Vollreife trocknen konnte", erzählt Marx. Zum 99-jährigen Bestehen des VLF St. Wendel stellen die Fachschulabsolventen in Zusammenarbeit mit dem Wendelinushof auf der Fläche gegenüber der Gärtnerei dieses traditionelle Verfahren vor. Helfer und Interessierte sind willkommen, heißt es. Im Anschluss gibt es für die Mitglieder des VLF eine zünftige Brotzeit. Und die Hofküche des Wendelinushofes hält für die Besucher Erbsensuppe bereit. Die "Kohrekasten" können bis zur Vollreife begutachtet werden. "Nach der schonenden Einlagerung werden wir am Erntedankfest, das am Sonntag, 5. Oktober, auf dem Wendelinushof gefeiert wird, mit unserer Fleglertruppe das Getreide nach traditioneller Art mit dem Dreschflegel dreschen", kündigt Rudolf an. redInformationen: Marx Rudolf, Telefon (0177) 5 74 25 48, oder Wendelinushof, Telefon (06851) 93 98 70.