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Die DJK Köllerbach sieht sich sehr gut aufgestellt

Püttlingen. Aus reiner Gewohnheit fragt man sich beim ersten Betreten der Sportanlage Breitwies in Püttlingen schon: "Wo sind denn hier die Tore und die weißen Strafraum-Markierungen?" Ursula Lauer, die Vorsitzende der DJK Köllerbach, muss auch ein wenig schmunzeln: "Das war eine unserer Bedingungen beim Bau der Anlage Von SZ-Mitarbeiter Janek Böffel

Püttlingen. Aus reiner Gewohnheit fragt man sich beim ersten Betreten der Sportanlage Breitwies in Püttlingen schon: "Wo sind denn hier die Tore und die weißen Strafraum-Markierungen?" Ursula Lauer, die Vorsitzende der DJK Köllerbach, muss auch ein wenig schmunzeln: "Das war eine unserer Bedingungen beim Bau der Anlage. Wir wollten eine reine Leichtathletikanlage, die wir uns nicht teilen müssen - auch nicht mit Fußballern."



2001 war es dann soweit. Die Breitwies wurde eröffnet. Und bis auf das Gelände ist die ganze Anlage in Vereinshand. Gemeinsam mit dem TV Püttlingen hat es die DJK geschafft, das Groß-Projekt zu stemmen. Zwar wird auch acht Jahre nach der Fertigstellung immer noch daran gearbeitet - im Moment sind die Tribünen dran - aber die Bedingungen sind "ideal", wie Trainerin Karen Altmeyer bestätigt. "Und irgendwann sind dann ja auch die Tribünen fertig. Wenn das alles in Eigenregie abläuft, dauert es eben etwas länger", erläutert Ursula Lauer, aber diese Eigenständigkeit ist gewollt: "Die Grundschulen trainieren hier, und die Feuerwehr hat Nutzungsrecht. Sonst können wir hier trainieren, wie wir wollen." Und die Breitwies bietet alles, was das Leichtathleten-Herz begehrt: von Tartanbahnen über Sprunggrube bis zum Stabhochsprung und einem Hammerwurf-Käfig.

"Unser Schwerpunkt ist der Mehrkampf. Es kristallisieren sich dann zwar schon in der Jugend vom Körperbau gewisse Stärken heraus, aber Mehrkampf ist schon an erster Stelle", erklärt Lauer. Und wenn es gelingt, die Jugendlichen beim Sport zu halten, geht es dann bei einigen in die Spezialisierung - wenn es gelingt, wie Altmeyer klagt: "Das ist zwar bei allen Sportarten so, aber die Schritte zu den Aktiven sind mit den meisten Verlusten verbunden." Doch Nachwuchssorgen hat die DJK nicht: "Natürlich könnte es besser sein, aber im Gegensatz zu manchem Verein müssen wir uns keine Sorgen machen. Wir sind gut aufgestellt."

Ein Grund dafür dürfte auch das Konzept der DJK sein - nämlich, dass "wir die Grundlagen ganz klar im Breitensport sehen. Wir fangen schon bei den ganz Kleinen an und führen sie auf spielerische Weise heran. Aus dieser Basis heraus werden sie in Gruppen eingeteilt." Aber das sind keine Gruppen, die nach Stärke ausgesiebt werden, die Gruppen bleiben zusammen. "Gemeinschaft ist unheimlich wichtig", sagt die Vorsitzende.

Ein Konzept, das aufzugehen scheint. Besonders das LA-Team, in dem die DJK gemeinsam mit Püttlingen, Quierschied, Homburg und St. Ingbert startet, feiert immer wieder Erfolge auf Landes- und Bundesebene. So auch bei den letzten deutschen Mannschafts-Meisterschaften im Mehrkampf, als das Team mit Svenja Altmeyer den vierten Platz belegte. Spätestens, wenn die Tribüne fertig ist, sollen auf der Breitwies auch größere Wettkämpfe stattfinden. Fest stehen die deutschen Schülermeisterschaften am 14. September und die saarländischen Mehrkampf-Meisterschaften der Schüler und Aktiven am 11. und 12. Juli.

Doch bei aller Fokussierung auf den Leistungssport geht auch der Grundgedanke der DJK (Deutsche Jugendkraft) nicht verloren. "Wir haben auch eine große Gruppe Behindertensport - hauptsächlich Menschen mit geistiger Behinderung - die in der Halle im Rathaus trainiert. Hier fühlen wir uns als eine DJK schon verpflichtet", erklärt Lauer das große Engagement.

Kontakt: DJK Köllerbach, Ursula Lauer (erste Vorsitzende), Telefon (06806) 306587. Im Internet: www.djkkoellerbach.de