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Dezernent verspricht: Struktur der Feuerwehr bleibt

St. Johann. Saarbrückens Sicherheitsdezernent Paul Borgard hat sich gestern beim Tag der Offenen Tür im Löschbezirk 13 St. Johann der Freiwilligen Feuerwehr Saarbrücken dafür ausgesprochen, das Saarbrücker Brandschutzwesen in seiner jetzigen Form beizubehalten

St. Johann. Saarbrückens Sicherheitsdezernent Paul Borgard hat sich gestern beim Tag der Offenen Tür im Löschbezirk 13 St. Johann der Freiwilligen Feuerwehr Saarbrücken dafür ausgesprochen, das Saarbrücker Brandschutzwesen in seiner jetzigen Form beizubehalten. Er nahm damit Stellung zu einem von der Stadt in Auftrag gegebenen Gutachten, das unter anderem bei der Feuerwehr großes Sparpotenzial sieht. "Das halte ich für absoluten Quatsch. Wir dürfen funktionierende Strukturen nicht zu Gunsten von irgendwelchen Kostenstellen opfern." Die jüngsten Vorfälle in Malstatt gaben ihm schlagkräftige Argumente in die Hand: Der Bombenfund auf dem Rodenhof, bei dem neben dem Kampfmittelräumdienst und der Berufsfeuerwehr auch freiwillige Feuerwehrleute eingesetzt wurden. "Wir mussten in kürzester Zeit 1400 Menschen evakuieren. Das wäre ohne die freiwilligen Feuerwehrleute undenkbar gewesen." Er versprach, so lange er im Amt sei, gebe es keine strukturellen Änderungen bei den Wehren und betonte: "Dies sind keine leeren Worte, keine Wahlversprechen." Höhepunkt beim Tag der Offenen Tür im Feuerwehr-Gerätehaus in der Fichtestraße war die Übung des Löschabschnittes Mitte am Samstagnachmittag. Dort bewiesen die Feuerwehrleute aus den vier Kernstadt-Löschbezirken gemeinsam mit dem Malteser Hilfsdienst, dem Deutschen Roten Kreuz und der Notfallseelsorge, dass auf sie auch dann Verlass ist, wenn es mal nicht so glimpflich ausgeht, wie beim jüngsten Bombenfund. Bei einem inszenierten Unfall in der Brauerstraße waren ein Bus, ein Lkw und ein Pkw verunglückt. 25 Verletzte, allesamt Laienschauspieler des Mimentrupps mit täuschend echt wirkenden Verletzungen, hielten die zahlreichen Helfer auf Trab. "Die Hilfskräfte machten ihre Sachen gut, das Zusammenspiel zwischen den Hilfsorganisationen funktionierte prima", lobte Löschabschnittsführer Dieter Dillschneider. Am Sonntag zeigte der Löschbezirk seine Ausrüstung. al