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Homburger Detektivaffäre
Stadt fordert Schadenersatz von OB Schneidewind

Rüdiger Schneidewind.
Rüdiger Schneidewind. FOTO: Robby Lorenz
Homburg. In der Homburger Detektiv-Affäre fordert der Stadtrat von Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind (SPD) nun Schadenersatz.

Der Rat beschloss am Donnerstagabend, ein Regressverfahren einzuleiten und bestimmte auf Vorschlag der CDU-Fraktion das SPD-Ratsmitglied Gerhard Wagner damit, dieses Verfahren umzusetzen, wie die Stadt auf Anfrage mitteilte. Ein Gutachter hatte bereits zu Jahresbeginn empfohlen, Schadenersatzansprüche gegen Schneidewind geltend zu machen.


Schneidewind hatte ein Düsseldorfer Detektivbüro beauftragt, mehreren Mitarbeitern des Baubetriebshofs nachzuspüren, weil der OB dort Unregelmäßigkeiten vermutete. Allerdings band Schneidewind dabei den Stadtrat nicht ein. Kosten des Auftrags: rund 330 000 Euro. Die Staatsanwaltschaft hat Schneidewind wegen Untreue angeklagt. Die Große Strafkammer des Landgerichts Saarbrücken wird frühestens Ende des Jahres über die Anklage verhandeln.



(kir)