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Der Weg zu Gott in größter Verzweiflung

Schon dreimal ist Pastor Edmund Dillinger vom Papst in Rom empfangen worden. Der jüngste Besuch war am 18. März 2011. Foto: Dillinger
Schon dreimal ist Pastor Edmund Dillinger vom Papst in Rom empfangen worden. Der jüngste Besuch war am 18. März 2011. Foto: Dillinger
Friedrichsthal. Pfarrer Edmund Dillinger muss nicht lange überlegen, wenn man ihn fragt, was das Schönste an seinem Beruf, seiner Berufung war und ist: "Dass ich Menschen Trost spenden konnte, dass ich Menschen in all ihrer Verzweiflung einen Weg zu Gott zeigen konnte", denn: "Das Leben ist mit dem Tod nicht zu Ende

Friedrichsthal. Pfarrer Edmund Dillinger muss nicht lange überlegen, wenn man ihn fragt, was das Schönste an seinem Beruf, seiner Berufung war und ist: "Dass ich Menschen Trost spenden konnte, dass ich Menschen in all ihrer Verzweiflung einen Weg zu Gott zeigen konnte", denn: "Das Leben ist mit dem Tod nicht zu Ende." Goldenes Priesterjubiläum feiert am kommenden Sonntag, 11 Uhr, der heute 75-jährige Seelsorger in der Kirche St. Marien Friedrichsthal mit einem Festhochamt.Dillinger, Sohn des Friedrichsthaler Schuldirektors Franz Dillinger, wurde 1961 im Trierer Dom von Bischof Matthias Wehr zum Priester geweiht. Seine erste Messe hielt er in St. Marien Friedrichsthal, in der er auch getauft und gefirmt wurde und die erste Heilige Kommunion empfing. An der Basilika St. Johann in Saarbrücken wurde er zum Kaplan ernannt. 1970 wurde er Studenten- und Akademiker-Seelsorger des Cartellverbandes (CV) auf Bundesebene. 1972 gründete er den Verein CV-Afrika-Hilfe, die mittlerweile in zwölf afrikanischen Ländern Entwicklungsprojekte verwirklicht. "Das erste Projekt war eine Lepra-Station in Kamerun, weitere Krankenstationen, Handwerkerschulen und Kindergärten baute ich in Zusammenarbeit mit dem damaligen Apostolischen Nuntius Johannes Dyba, später Bischof in Fulda, in Liberia und Sierra Leone", erzählt Edmund Dillinger. Erzbischof Dyba sei auch mal eigens nach Saarbrücken gekommen, um ihm als Helfer für die Sammelaktionen während einer heiligen Messe in der Basilika St. Johann zu danken.

1976 erhielt Dillinger vom damaligen Ministerpräsidenten Franz-Josef Röder das Bundesverdienstkreuz am Bande für sein segensreiches Wirken in Afrika überreicht.

Zehn Jahre war der heutige Jubilar im Dienste Gottes als Dozent für Religionspädagogik in der Ausbildung der Gymnasiallehrer tätig, bis er 1980 als Oberstudienrat ans Max-Planck-Gymnasium in Saarlouis wechselte. Dort war er bis zur Pensionierung im Jahr 2000 tätig. Seither wohnt er meist in Rom.

Im März dieses Jahres wurde Pfarrer Dillinger im Vatikan von Papst Benedikt XVI. empfangen, der ihm zum goldenen Priesterjubiläum den besonderen Segen gab. Auch viele Bischöfe und Kardinäle, sagt er, haben ihm zum Jubiläum gratuliert.

Die Festpredigt in Friedrichsthal hält Weihbischof Klaus Dick aus Köln. Die afrikanischen Länder, die dem Seelsorger so am Herzen liegen, werden vertreten durch Bischof Julien Kouto, Lomé-Togo, und Bischof Adalbert Ndzana aus Kamerun. mh/red