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Der öffentliche Dienst im Saarland macht mobil

Saarbrücken. Mit Warnstreiks und einer Demonstration in Schmelz machen heute die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und der Deutsche Beamtenbund (DBB) erstmals in der laufenden Tarifrunde des öffentlichen Dienstes an der Saar mobil

Saarbrücken. Mit Warnstreiks und einer Demonstration in Schmelz machen heute die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und der Deutsche Beamtenbund (DBB) erstmals in der laufenden Tarifrunde des öffentlichen Dienstes an der Saar mobil. Wie Verdi-Landesbezirksleiter Alfred Staudt gestern mitteilte, werden acht Krankenhäuser, die Arbeitsagentur, die Argen sowie einige kommunale Verwaltungen zum Streik aufgerufen. Im Einzelnen handelt es sich um die Knappschaftsklinik Sulzbach, die Knappschaftsklinik Püttlingen, das Klinikum Saarbrücken, das Städtischen Krankenhaus Neunkirchen, die SHG-Kliniken in Saarbrücken, Merzig und Völklingen sowie die Reha-Klinik in Quierschied. Grund für diese ersten Warnstreiks ist nach Darstellung von Staudt "die Provokation der öffentlichen Arbeitgeber von Bund und Kommunen, die in der zweiten Verhandlungsrunde am Wochenende wieder kein Angebot zur Tarif- und Besoldungsrunde" vorgelegt hätten. Mit diesen Maßnahmen soll der Forderung der öffentlich Bediensteten nach einer Einkommensverbesserung um fünf Prozent, was auch Ausbildungsvergütung und Beförderungen einschließt, Nachdruck verliehen werden. Betroffen von der Tarifauseinandersetzung sind im Saarland über 29 000 Arbeitnehmer und Beamte. Als Zielort für die Kundgebung wurde nach Darstellung von Staudt das Rathaus in Schmelz ausgesucht, weil hier Bürgermeister Armin Emanuel, der Vorsitzende des Kommunalen Arbeitgeberverbands im Saarland, seinen Amtssitz hat. Auch der Verdi-Vorsitzende Staudt kommt aus Schmelz. Beide waren früher in dieser Gemeinde bei den Jungsozialisten aktiv. Hier veranstalteten beide im Dezember 1981 die erste überhaupt in der Gemeinde verzeichnete Demonstration. Damals sei es um den Erhalt des Jugendzentrums gegangen, wie Staudt unserer Zeitung versicherte. gf