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Der neue Lautsprecher des FCS

 Privat ist Philipp Hoffmann eher ein ruhiger Typ. Auf dem Platz dreht der Spieler des 1. FC Saarbrücken II allerdings auf. Foto: Wieck
Privat ist Philipp Hoffmann eher ein ruhiger Typ. Auf dem Platz dreht der Spieler des 1. FC Saarbrücken II allerdings auf. Foto: Wieck FOTO: Wieck
Saarbrücken. An die Rolle des Kapitäns muss sich Philipp Hoffmann noch gewöhnen. Als Mittelfeldmotor beim Fußball-Oberligisten 1. FC Saarbrücken II lässt er lieber Taten statt Worte sprechen. Morgen im Spiel gegen den FSV Salmrohr ist beides notwendig. Von SZ-MitarbeiterAlexander Zewe

Bescheiden, ruhig, ja, fast ein wenig schüchtern wirkt Philipp Hoffmann auf den ersten Blick. Doch auf dem Platz kann der neue Kapitän des Fußball-Oberligisten 1. FC Saarbrücken II auch ganz anders. Am vergangenen Wochenende hat er dem Auftaktspiel beim SV Roßbach/Verscheid seinen Stempel aufgedrückt, war an allen drei Treffern beim 3:1-Sieg direkt beteiligt. Um am morgigen Samstag, 15 Uhr, im heimischen FC-Sportfeld gegen den Meisterschaftsfavoriten FSV Salmrohr zu bestehen, braucht der FCS wieder eine Topleistung von Hoffmann.

"Salmrohr hat eine eingespielte Mannschaft. Das wird extrem schwer für uns", schiebt der Sportstudent die Favoritenrolle den Gästen zu. Vergangene Saison kassierte die Elf von FCS-Trainer Bernd Eichmann nach einem 3:1-Sieg zum Auftakt am zweiten Spieltag eine 1:6-Klatsche gegen Salmrohr. Dieses Szenario soll sich in diesem Jahr auf keinen Fall wiederholen. Saarbrücken hat zwar viele neue Spieler geholt, ist vielleicht noch nicht ganz so eingespielt wie der kommende Gegner. Aber: "Die Stimmung in der Mannschaft ist super und jeder Einzelne hat sich in den letzten Wochen stark weiterentwickelt", glaubt Philipp Hoffmann an einen Erfolg morgen.

Dazu will der 21-Jährige auch seinen Teil beitragen, indem er auf dem Platz mehr und lauter mit seinen Mitspielern redet. "Das ist noch ein Verbesserungspunkt", gibt der Saarbrücker Mittelfeldmotor zu. "Ich war vorher noch nie Kapitän und muss mich erst daran gewöhnen, die Mannschaft auch verbal zu lenken", fügt er hinzu. Denn eigentlich ist es nicht die Art von Philipp Hoffmann, als Lautsprecher aufzutreten. Er lässt lieber Taten sprechen.

Das war schon in seiner Jugendzeit so. Der Pfälzer Junge begann seine Karriere im Alter von vier Jahren im heimischen Thallichtenberg, ehe er in die D-Jugend der SG Blaubach/Diedelkopf wechselte. Erst 2007 kam er zum 1. FC Saarbrücken, wo er in der B 2-Jugendmannschaft begann und sich bis in die U 23 hocharbeitete. Nach seinem Abitur, das er in Kusel absolvierte, begann er 2012 an der Universität des Saarlandes ein Studium der Sportwissenschaften. "Momentan steht mein Studium an erster Stelle", erklärt Hoffmann. Erst, wenn er seinen Bachelor-Abschluss in der Tasche hat, will er schauen, was sich ergibt und im Fußball voll angreifen.

Derzeit ist der Sportstudent einfach froh, wieder regelmäßig trainieren und spielen zu können. Vergangene Saison fiel er fast die gesamte Rückrunde mit einer hartnäckigen Achillessehnen-Verletzung aus. Doch nun ist Hoffmann wieder topfit und bereit, mit seiner Mannschaft alles gegen Salmrohr zu geben. Denn genauso sieht er sich: als einen Teil der Mannschaft - nicht mehr und nicht weniger. "Ich mag es nicht, herausgehoben zu werden", sagt Philipp Hoffmann bescheiden.