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Kommentar
Der Gedanke dahinter ist durchaus vernünftig

FOTO: SZ / Roby Lorenz
Die Bündelung all der Kräfte, die höhere Renten und mehr Umverteilung wollen, wird nur dann gelingen, wenn man auch jenen beträchtlichen Teil der Bevölkerung  anspricht, der Probleme mit der Migrationspolitik hat. Von Daniel Kirch
Daniel Kirch

Chefkorrespondent Landespolitik

Detlev Schönauer ist da ein gutes Beispiel. Anstatt vom hohen moralischen Ross hinab die Nase über eine angebliche Links-rechts-„Querfront“ zu rümpfen, sollte man dem durchaus vernünftigen Gedanken eine Chance geben, diese Leute zu integrieren – zumal die Parteien der politischen Linken diesen Wahlberechtigten kein Angebot machen.


Die Sammelbewegung könnte ein solches Angebot sein, auch wenn völlig offen ist, wie die Unterstützung für „Aufstehen“ am Ende in Stimmen und Mandate umgewandelt werden soll – die Sammelbewegung wird ja nicht zu Wahlen antreten. Ja, es gibt Dutzende Fragen zu Sinn oder Unsinn der Bewegung. Aber nach der x-ten Wahlschlappe immer wieder nur zu sagen, die eigene Politik sei gut, man müsse sie nur besser vermitteln, das hilft auch nicht mehr.