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Der Frust hielt nicht lange

Primstal. Es sollte nicht sein: Trotz eines 1:0-Heimsieges am letzten Spieltag gegen den FC Marpingen bleibt für den Fußball-Landesligisten VfL Primstal am Ende nur die Vizemeisterschaft. Meister und somit Aufsteiger in die Saarlandliga ist Borussia Neunkirchen II

Primstal. Es sollte nicht sein: Trotz eines 1:0-Heimsieges am letzten Spieltag gegen den FC Marpingen bleibt für den Fußball-Landesligisten VfL Primstal am Ende nur die Vizemeisterschaft. Meister und somit Aufsteiger in die Saarlandliga ist Borussia Neunkirchen II. Die Hüttenstädter gewannen ihr letztes Saisonspiel zu Hause mit 4:0 gegen die FSG Schiffweiler und sicherten sich mit dem Sieg den Titel. "Unmittelbar nach dem Abpfiff überwog die Enttäuschung. Wir hatten uns schon so ein bisschen an den letzten Strohhalm geklammert", gesteht Jochen Ernst, der gemeinsam mit Nicola Lalla den VfL Primstal trainiert. Der letzte Strohhalm, das wäre ein Unentschieden oder eine Niederlage der Hüttenstädter gewesen, bei einem gleichzeitigen Sieg des VfL. Doch hätte, wäre und wenn, das zählt nun alles nicht mehr. Was zählt ist, "dass wir eine Saison gespielt haben, mit der vorher so niemand gerechnet hatte, und mit der wir sehr zufrieden sein können", freut sich Ernst mit etwas zeitlichem Abstand auch über die Vizemeisterschaft. Und er zieht ein positives Fazit: "Wir haben attraktiven Fußball gespielt, die beste Heimmannschaft gestellt und gemeinsam mit Neunkirchen die beste Abwehr. Zudem war es für mich als Trainer-Neuling wichtig, dass das Gespann mit Nico so gut funktionierte." Fast immer sei er mit Lalla auf einer Linie gewesen, "und wenn wir doch mal unterschiedlicher Ansicht waren, haben wir das sachlich diskutiert". Rückblickend erachtet Ernst nicht die 1:5-Niederlage am 27. Spieltag beim TuS Steinbach als Knackpunkt im Kampf um den Titel, sondern die Heimniederlage gegen den FC Freisen: "In Steinbach kann man verlieren. Aber zu Hause gegen Freisen hätten wir gewinnen müssen." Am 20. Spieltag hatte der FCF dem VfL die einzige Saison-Niederlage auf heimischem Platz zugefügt (1:2). Doch nun ist erst einmal Ruhe angesagt: "Ich bin froh, wenn ich jetzt mal zwei Wochen die Beine hochlegen kann. Danach werden Nico und ich uns dann langsam Gedanken über Vorbereitung für die neue Saison machen." Die wird in der Verbandsliga gespielt, "was für den Verein gar nicht so schlecht ist. Denn in der Verbandsliga warten viele Derbys". Nicht mehr für den VfL auflaufen werden dann Thomas Warken und Thomas Paulus, die ihre Fußballschuhe an den Nagel hängen. Auch Julian Scheid verabschiedet sich vom VfL - der Offensivspieler wechselt zum SV Thalexweiler. Neu zur Mannschaft wird André Kunrath vom FC Marpingen stoßen. "Ansonsten gibt es derzeit noch keine Zugänge. Wir stehen aber mit dem einen oder anderen Spieler in Verhandlung", sagt Ernst, der gerne noch einen gestandenen Spieler für die Defensive verpflichten möchte. tog