Wir möchten auf unserer Webseite Cookies und pseudonyme Analysetechniken auch unserer Dienstleister verwenden, um diesen Internetauftritt möglichst benutzerfreundlich zu gestalten.

Außerdem möchten wir und unsere Dienstleister damit die Besuche auf unserer Webseite auswerten (Webtracking), um unsere Webseite optimal auf Ihre Bedürfnisse anzupassen und um Ihnen auf unserer Webseite sowie auch auf Webseiten in verbundenen Werbenetzwerken möglichst interessante Angebote anzeigen zu können (Retargeting).

Wenn Sie dieses Banner anklicken bzw. bestätigen, erklären Sie sich damit jederzeit widerruflich einverstanden (Art. 6 Abs.1 a DSGVO).

Weitere Informationen, auch zu Ihrem jederzeitigen Widerrufsrecht, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.

| 20:08 Uhr

"Der erste gehaltene Elfer seit 1987"

Hasborn. "Mir tun alle Knochen weh - und der Kopf auch." Wolfgang Scherer (47, Foto: SZ), eigentlich Torwart-Trainer des Fußball-Oberligisten SV Hasborn, bekam die Nachwirkungen des Samstags-Spiels in Waldalgesheim noch gestern zu spüren. "Die Knochen tun weh, weil ich halt nicht mehr der Jüngste bin. Der Kopf brummt, weil wir am Samstag noch ordentlich gefeiert haben Von Peter Wilhelm und Philipp Semmler (SZ)

Hasborn. "Mir tun alle Knochen weh - und der Kopf auch." Wolfgang Scherer (47, Foto: SZ), eigentlich Torwart-Trainer des Fußball-Oberligisten SV Hasborn, bekam die Nachwirkungen des Samstags-Spiels in Waldalgesheim noch gestern zu spüren. "Die Knochen tun weh, weil ich halt nicht mehr der Jüngste bin. Der Kopf brummt, weil wir am Samstag noch ordentlich gefeiert haben." Scherer ("Die anderen Spieler könnten ja alle meine Söhne sein") hatte in der Oberliga-Partie am Samstag überraschend sein Comeback gegeben. Und wie! Beim 1:1 vor 170 Zuschauern bei Aufsteiger Waldalgesheim war Scherer einer der überragenden Männer - und hatte entscheidenden Anteil daran, dass die Rot-Weißen auch die letzten theoretischen Zweifel am Ligaverbleib beseitigten. Scherer musste kurzfristig einspringen, da die etatmäßigen Torhüter Tim Alt und Jörg Henkes ausfielen. Henkes war aus beruflichen Gründen verhindert, Alt zog sich vor dem Spiel eine Meniskusverletzung zu und muss wohl operiert werden.Großes Lob von WarkenNach zwölf Minuten stand Scherer zum ersten Mal im Mittelpunkt. Der 47-Jährige parierte einen Foulelfmeter von Taner Köken. "Ich habe lange überlegt, wann ich zum letzten Mal einen Strafstoß gehalten habe - das muss 1987 oder 1988 gegen Herxheim gewesen sein." Scherer lacht: "Das beweist: Der war wohl nicht soooo gut geschossen . . ." Und Scherer war spätestens ab diesem Zeitpunkt auf der optimalen Betriebstemperatur. Wenige Minuten später verhinderte er in einer Eins-gegen-Eins-Situation gegen Jonas Erbach erneut einen Hasborner Rückstand. "Da hat man gesehen, welche Leistung er noch immer bringen kann", lobte Trainer Gerd Warken. Ein Lob gab es für den Oldie auch vom Hasborner Vereinsvorsitzenden Joachim Warken: "Wolfgang hat ein super Spiel gemacht." In der 71. Minute war dann aber auch der Oldie machtlos: Christian Glöckner hatte aus 30 Metern abgezogen, sein Schuss schlug unhaltbar zum 1:0 für die abstiegsbedrohten Gastgeber im Eck ein. "Das war ein Sonntagsschuss. Genau an den Innenpfosten und von dort rein", erzählt Scherer, der zugibt: "Da habe ich schon gedacht: Da halte ich nicht mal schlecht, und dann reicht es doch nicht." Hasborn kam aber in der 83. Minute zum Ausgleich. Der eingewechselte Jörg Feid, der erstmals nach seinem Muskelfaserriss wieder im Kader stand, köpfte den Ball nach einer Ecke von Andreas Oberhauser zum 1:1-Endstand in die Maschen."Wir hatten Glück""Es war kein gutes Spiel. Wir hatten Glück, dass wir noch den Ausgleich gemacht haben. Man merkt der Mannschaft an, dass wir in den vergangenen Wochen viele schwere Spiele mit einer dünnen Personaldecke absolviert haben. Daher können wir mit dem Punkt zufrieden sein", so das Fazit von Gerd Warken. Gut, wenn man dann einen Torwart-Trainer wie Wolfgang Scherer hat, der einspringt und dann gleich mal einen Elfmeter hält. Ob es noch weitere Einsätze gibt? "Eher nicht", sagt Scherer. "Bei allen anderen Spielen wird Jörg Henkes wohl Zeit haben - Gott sei Dank."