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Datensätze von 28 Saarländern auf neuer Steuer-CD

Saarbrücken. Steuerfahnder haben in den vergangenen fünf Jahren acht CDs mit 463 Datensätzen mutmaßlicher Steuersünder aus dem Saarland ausgewertet. Auf der neuen, von Rheinland-Pfalz gekauften CD mit insgesamt rund 40 000 Datensätzen sind nach Angaben von Finanzminister Stephan Toscani (CDU) 28 Datensätze mit Saarland-Bezug. kir

Die meisten seien allerdings schon aufgrund von Selbstanzeigen und früheren Steuer-CDs bekannt gewesen.

Nach Toscanis Angaben hat der Fiskus durch entsprechende CDs und Selbstanzeigen wegen Kapitalflucht seit 2008 im Saarland rund 56 Millionen Euro an zusätzlichen Steuern eingenommen. Davon hätten Ermittlungen und Durchsuchungen 11,6 Millionen Euro ergeben, außerdem seien nach Selbstanzeigen 44,4 Millionen Euro hinterzogene Steuern nachgezahlt worden.

Diese Summe ist jedoch nicht im Saarland geblieben, weil die Mehreinnahmen nach einem festen Verteilungsschlüssel zwischen Bund (42,5 Prozent), Land (42,5 Prozent) und Kommunen (15 Prozent) aufgeteilt werden.

Die saarländische Steuerverwaltung hat von 2008 bis 2012 nach Toscanis Mitteilung insgesamt 1057 "wirksame" Selbstanzeigen bearbeitet. Die Zahl der Selbstanzeigen mit Bezug zu Kapitalanlagen im Ausland bezifferte Toscani auf 374 seit 2010.