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Schere zwischen Arm und Reich
Das Steuer herumreißen zugunsten der Armen

FOTO: SZ / Roby Lorenz
Es mutet fast zynisch an: Die Parteien CDU und SPD, die auf Bundesebene mit ihrer Umverteilungspolitik dafür gesorgt haben, dass die Zahl der Armen und sozial Schwachen in Deutschland steigt, versuchen mit einem Aktionsplan die Armut zu bekämpfen. Von Dietmar Klostermann

Dabei haben sie Millionen in prekäre Beschäftigungsverhältnisse geschickt. Viel zu viele haben die Groß-Koalitionäre aus dem Blick verloren. So wird jetzt auch im Saarland versucht, an den Folgen, die die neoliberale Politik hervorgerufen hat, mit Hilfe auch der Wohlfahrtsverbände herum zu doktern. Damit wird der Schmerz der Betroffenen vielleicht gelindert. Doch was Not tut, ist ein komplettes Umsteuern: Die Reichen und Besserverdienenden vertragen es schon, mehr Steuern für eine menschliche Gesellschaft zu zahlen. Mit Trostpflastern ist es nicht getan.