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"Das Orchester stärker kulturell verankern"

Herr Zimmermann, was ist das Einzigartige am Landes-Jugend-Orchester Saar?Zimmermann: Das LJO ist ein saarländisches Auswahlorchester, ein reines Schülerorchester, in dem Preisträger von "Jugend musiziert" und anderer Wettbewerbe spielen. Zurzeit haben wir 80 Musikerinnen und Musiker im Alter von 13 bis 23 Jahren

Herr Zimmermann, was ist das Einzigartige am Landes-Jugend-Orchester Saar?Zimmermann: Das LJO ist ein saarländisches Auswahlorchester, ein reines Schülerorchester, in dem Preisträger von "Jugend musiziert" und anderer Wettbewerbe spielen. Zurzeit haben wir 80 Musikerinnen und Musiker im Alter von 13 bis 23 Jahren. Viele von ihnen beabsichtigen, in musikalische Berufe zu gehen. Sie streben eine Solistenausbildung an, wollen Orchestermusiker werden oder im Musikmanagement Fuß fassen. Das Orchester kommt zwei Mal im Jahr zu Konzertproben zusammen.


Wie definieren Sie Ihr besonderes Anliegen?

Zimmermann: Unser Leitungsteam - außer mir Jens Bastian als organisatorischer Leiter und Alexander Mayer als erster Gastdirigent - hat sich zum Ziel gesetzt, das Orchester sowohl im pädagogischen als auch im musikalischen Bereich weiterzuentwickeln und seine Verankerung im saarländischen Kulturleben zu vertiefen. Vor allen Dingen wollen wir junge Musiker und Solisten entdecken und fördern. Wir geben ihnen Gelegenheit, sich künstlerisch in der Öffentlichkeit vorzustellen.

Sagen Sie uns etwas zum aktuellen Programm, das das LJO in Saarlouis spielt?

Zimmermann: Als erstes Musikstück haben wir die Ouvertüre zu Wagners Oper "Rienzi, der letzte der Tribunen" gewählt. Sie ist kraftvoll und bündelt alle künstlerischen Ideen, sprich Leitmotive, die Wagner in seiner Oper verwirklicht hat. Sie hat Eröffnungscharakter und wird als kurzweiliger Spannungsbogen empfunden.



Höhepunkt des Konzerts wird der Auftritt von Isabel Gehweiler sein, die Edward Elgars "Konzert für Violoncello in e-Moll op. 85" vorträgt.

Zimmermann: In der Tat. Das Cellokonzert von Elgar stand auf dem Programm des ersten Konzerts des LJO vor 30 Jahren. Professor Gustav Rivinius, damals noch Student, spielte es. Jetzt tritt Isabel Gehweiler an seine Stelle, eine Studentin von ihm, die gerade von Studien an der renommierten Juilliard School of Music in New York zurück ist und sich bereits einen Namen gemacht hat. So schließt sich der Kreis. Wir greifen in diesem Fall auf unser Repertoire zurück, aus der Jubiläumsphase 2012. Das Werk hat großen Anklang beim Publikum gefunden.

Zum Schluss hören wir die Symphonie "Aus der neuen Welt" von Antonín Dvorák. Warum ist dieses Werk so bekannt und beliebt?

Zimmermann: Denken Sie nur an den zweiten Satz, diese Melodie im Englisch-Horn, die vermutlich jeder von uns im Ohr hat und nachsingen kann. Es ist dieser Wiedererkennungswert, das Publikum liebt dieses durch und durch romantische Werk, für das eine große Bläser- und Streicherbesetzung ganz typisch ist. Übrigens eine technische Herausforderung für die jungen Musiker.

Info: Der Eintritt kostet zwölf Euro, ermäßigt sieben Euro. Vorverkauf findet statt bei Pieper in Saarlouis und dem Evangelischen Gemeindeamt Saarlouis unter der Telefonnummer (0 68 31) 24 70.