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Pro Frauenquote
Das freie Spiel der Kräfte löst dieses Problem nicht

FOTO: SZ / Roby Lorenz
Für eine Volkspartei wie die CDU ist es ein Problem, wenn nur 20 Prozent ihrer Abgeordneten im Bundestag Frauen sind. Es passt nicht zu einer modernen Gesellschaft. Die vergangenen Jahrzehnte haben gezeigt, dass die Parteien in diesem Punkt mit dem gesellschaftlichen Wandel nicht schrittgehalten haben.

Solange die Aufstellung der Parteilisten für Parlamentswahlen dem freien Spiel der Kräfte überlassen wird, also der mittleren Funktionärsschicht, in der es zu wenige Frauen gibt, wird sich an der Situation nichts ändern. Es geht nicht darum, mit einer parteiinternen oder gar einer gesetzlichen Quote das Leistungsprinzip auszuhebeln. Sondern darum, sich überhaupt die Mühe zu machen, vor Listenaufstellungen zu schauen, ob es nicht auch qualifizierte Kandidatinnen gibt, die andernfalls überhaupt nicht ins Blickfeld der (männlich dominierten) Parteigremien geraten würden.