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Damit die Leuchttürme glänzen

Gestern Abend wurde das Filmfestival Max Ophüls Preis eröffnet - auch Dank der Förderung durch die ME Stiftung. Foto: Sebastian Woithe
Gestern Abend wurde das Filmfestival Max Ophüls Preis eröffnet - auch Dank der Förderung durch die ME Stiftung. Foto: Sebastian Woithe
Saarbrücken. Um den Weg zur Pressekonferenz des diesjährigen Filmfestivals "Max Ophüls Preis" zu finden, mussten etliche Journalisten ihr Navigationsgerät zu Rate ziehen. Denn die Konferenz fand nicht etwa im Filmhaus oder einem anderen der Festivalkinos statt, sondern im Alt-Saarbrücker Harthweg Von SZ-Mitarbeiterin Alexandra Raetzer

Saarbrücken. Um den Weg zur Pressekonferenz des diesjährigen Filmfestivals "Max Ophüls Preis" zu finden, mussten etliche Journalisten ihr Navigationsgerät zu Rate ziehen. Denn die Konferenz fand nicht etwa im Filmhaus oder einem anderen der Festivalkinos statt, sondern im Alt-Saarbrücker Harthweg. Gastgeber war die gemeinnützige Stiftung ME Saar, die das Festival im vergangenen Jahr spontan als Sponsor unterstützt hatte und ihr finanzielles Engagement 2013 auf 30 000 Euro verdoppelt hat."Wir sind guten Willens, diese Unterstützung mittelfristig fortzusetzen", erklärt Joachim Malter, der Hauptgeschäftsführer der ME Saar und Mitglied des ME-Stiftungsvorstands.



Denn das Filmfestival "Max Ophüls Preis" besitze überregionale Strahlkraft, mache das Saarland zum Anziehungspunkt gerade auch für junge Menschen und lade dazu ein, es als "lebens- und liebenswerte Region" kennenzulernen. "Kultur als Standortfaktor" lautet das Stichwort bei der Stiftung ME Saar, die sich die Förderung von Wissenschaft, Bildung sowie Kunst und Kultur zur Aufgabe gemacht hat.

Die Zinserträge aus dem Stiftungskapital von zehn Millionen Euro fließen nach Auskunft von Martin Schlechter, Vorstandsmitglied der Stiftung, möglichst gleichgewichtig in diese drei Bereiche.

Bei der Kunst- und Kulturförderung bedenke die Stiftung ME Saar zum einen "Leuchtturmprojekte", die das Image des Saarlandes in der Außenwahrnehmung aufwerten, wie die Musikfestspiele Saar, das Festival N.o.w. Dance von Marguerite Donlon, besondere Konzerte der Radiophilharmonie Saarbrücken/Kaiserslautern oder große Ausstellungen des Saarlandmuseums wie "Ilja Repin", "Die Brücke in der Südsee", "Paul Klee" und "Picasso".

"Aber auch kleinere, nicht an Institutionen gebundene Projekte können einen Antrag bei uns stellen", betont Schlechter. Bestimmte Kriterien für eine Förderung gebe es nicht. Was bei der Auswahl des Vorstandes zähle, seien "Originalität, die Substanz, die in einer Projektidee steckt, und eine gewisse Nachhaltigkeit". Grundsätzlich werde nicht dauerhaft, sondern projektbezogen gefördert. Eine von wenigen Ausnahmen bildet der mit 5 000 Euro dotierte Eugen-Helmlé-Übersetzerpreis, den die Stiftung ME Saar 2004 in Kooperation mit dem Saarländischen Rundfunk ins Leben gerufen hat, und der seitdem jährlich vergeben wird.

Hintergrund

Auf Initiative von Walter Koch wurde die Stiftung ME Saar im Jahr 2001 vom Verband der Metall- und Elektroindustrie des Saarlandes e.V. gegründet.

Der Verband vertritt die Interessen von knapp 80 Mitgliedsunternehmen mit über 40 000 Arbeitnehmern und damit von mehr als 70 Prozent aller Mitarbeiter in der Metall- und Elektroindustrie an der Saar. Seit ihrem Bestehen hat die Stiftung rund 1,6 Millionen Euro in Wissenschafts-, Bildungs- und Kulturprojekte investiert. rae

Auf einen Blick

Vorstandsvorsitzender: Oswald Bubel (Präsident der VSU und des ME Saar). Vorstand: Joachim Malter (Hauptgeschäftsführer des ME Saar), Martin Schlechter (Geschäftsführer des ME Saar). Kuratorium: Professor Inge Weber (Vorsitzende), Anne Brück, Professor Diether Breitenbach, Walter Koch, Jost Prüm, Otmar P. Schön, Franz Wolpers.

Kontakt: Stiftung ME Saar, Telefon (06 81) 95 43 40, E-Mail: kontakt@mesaar.de

Das Tanzfestival N.o.w. (links) und Ausstellungen wie die PIcasso-Schau (rechts) bekamen Geld von der Stiftung. Fotos: SST/B&B
Das Tanzfestival N.o.w. (links) und Ausstellungen wie die PIcasso-Schau (rechts) bekamen Geld von der Stiftung. Fotos: SST/B&B