| 21:17 Uhr

Dachstuhlbrand macht Hausbewohner obdachlos

Einsatz mit schwerem Atemschutz. Foto: Rolf Ruppenthal
Einsatz mit schwerem Atemschutz. Foto: Rolf Ruppenthal
Oberperl. Mit schwerem Atemschutz bahnen sich Einsatzkräfte den Weg in das völlig verrauchte Wohnhaus in der Haus-Biringer-Straße 29 in Oberperl. Derweil versuchen Feuerwehrleute mit Drehleiter, den Brand, der im Dachstuhl tobt, zu bekämpfen. Der 75-jährige Hausbewohner liegt derweil in einem Krankenhaus - mit Brandverletzungen ist er vom Luxemburger Rettungshubschrauber ausgeflogen worden Von SZ-Redakteurin Margit Stark und SZ-Redaktionsmitglied Frauke Scholl

Oberperl. Mit schwerem Atemschutz bahnen sich Einsatzkräfte den Weg in das völlig verrauchte Wohnhaus in der Haus-Biringer-Straße 29 in Oberperl. Derweil versuchen Feuerwehrleute mit Drehleiter, den Brand, der im Dachstuhl tobt, zu bekämpfen. Der 75-jährige Hausbewohner liegt derweil in einem Krankenhaus - mit Brandverletzungen ist er vom Luxemburger Rettungshubschrauber ausgeflogen worden. Gegen 17 Uhr war die Feuerwehr alarmiert worden, sagte Einsatzleiter Christoph Leg aus Perl der SZ vor Ort.


Mit über 100 Feuerwehrleuten waren Löschbezirke aus den Gemeinden Perl und Mettlach, der Stadt Merzig und dem luxemburgischen Remich (Drehleiter) mit insgesamt 18 Fahrzeugen mehrere Stunden im Einsatz. Auch die Malteser waren mit acht Leuten vor Ort. Den Hauptbrand hatten die 70 Einsatzkräfte aus Perl und ihre gut 30 Kameraden schnell unter Kontrolle. "Gut zwei, drei Stunden werden die Nachlöscharbeiten dauern", schätzte der Einsatzleiter nach zweistündiger Arbeit.

Die Bewohner der angrenzenden Gebäude waren nach Angaben von Leg unverletzt evakuiert worden. Ein Übergreifen der Flammen verhinderte die Feuerwehr. "Plötzlich hat es mehrmals laut geknallt", berichtete Gerhard Beermann, ein Nachbar. "Wir sind furchtbar erschrocken. Meine Frau zittert immer noch", sagte der 82-Jährige. Gerhard Gelz, direkter Nachbar des brennenden Hauses, schaute mit bangem Blick den Löscharbeiten zu. Mit Wärmebildkameras durchsuchten Einsatzkräfte die beiden benachbarten Häuser nach möglichen weiteren Brandherden.

Warum das Feuer ausgebrochen war, konnte die Feuerwehr gestern noch nichts sagen. Klar ist offensichtlich, dass das Haus nach Einschätzung der Wehrleute vorerst nicht mehr bewohnbar ist. Die Schadenshöhe stand auch noch nicht fest. Die Kriminalpolizei war vor Ort, um unmittelbar Spuren zu sichern. < Weiterer Bericht folgt.