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Da wird die Saar schäumen

Saarlouis. Ein Schwimm-Massenstart in den Fluten der Saar, rasante Verfolgungsrennen auf einem zum Radrennkurs umfunktionierten Teilstück der B 51, packende Lauf-Duelle durch den Saarlouiser Stadtpark: Mit dem Startschuss zum 1. La-Linea-Saar-Lor-Lux-Triathlon am Sonntag, 21. Juni, (11 Uhr) wird das Saarland um ein spektakuläres neues Sportereignis reicher Von SZ-Mitarbeiter Roland Schmidt

Saarlouis. Ein Schwimm-Massenstart in den Fluten der Saar, rasante Verfolgungsrennen auf einem zum Radrennkurs umfunktionierten Teilstück der B 51, packende Lauf-Duelle durch den Saarlouiser Stadtpark: Mit dem Startschuss zum 1. La-Linea-Saar-Lor-Lux-Triathlon am Sonntag, 21. Juni, (11 Uhr) wird das Saarland um ein spektakuläres neues Sportereignis reicher. Durch die Weltmeisterschaften in Hamburg und den Olympiasieg von Jan Frodeno (Tri Sport Saar Hochwald) ist Triathlon ja ohnehin populär geworden. Große Wettkämpfe über die olympische Distanz gab es im Saarland aber seit den Neunzigern keine mehr. Das wollen die Triathlon-Freunde Saarlouis nun ändern. "Statt unsere Landesmeisterschaften ins benachbarte Rheinland/Pfalz auszulagern, wollen wir die olympische Distanz wieder zurück ins Saarland bringen", erzählt Gabriele Célette. Zu gerne hätte die Sechst-Platzierte ihrer Altersklasse vom Ironman auf Hawaii bei der Premiere selbst die Schuhe geschnürt. Als Pressesprecherin der Triathlon-Freunde ist die amtierende deutsche Senioren-Meisterin aber zu sehr in die Organisation der Veranstaltung eingebunden. Am spektakulärsten für die Zuschauer und ungewohnt für die meisten Starter dürfte sicherlich die erste Disziplin sein - das Schwimmen in der Saar. "Beim Massenstart schäumt das Wasser, so etwas muss man erlebt haben", weiß Célette aus eigener Erfahrung. Natürlich war auch die Wasserqualität ein Thema gewesen. Die habe der Stadt als Mitausrichter am meisten Kopfzerbrechen bereitet, gibt Alexander Guß vom Sportamt zu. "Da haben wir die Zusicherung des Umweltministeriums natürlich mit Freude vernommen, dass Baden in der Saar unbedenklich sei", so Guß. Um sicher zu gehen, würden regelmäßig Wasserproben entnommen. Für die Sicherheit der Schwimmer während des Wettkampfes sorgten Begleitboote der DLRG und des Kanu-Clubs, sagt Guß. Die problematischste Disziplin eines Triathlons ist aber das Radfahren, weil die Athleten hier oft auf andere Verkehrsteilnehmer treffen. "Dieses Risiko haben wir mit der Sperrung eines Teilstücks der B51 ausgeschlossen", berichtet Guß, der ein professionelles Rennen verspricht.Firmen-Triathlon Aber nicht nur Top-Athleten wie Nicole Woysch von Tri Sport Saar Hochwald werden auf ihre Kosten kommen. Auch an Freizeitsportler und Quereinsteiger wurde gedacht. So dürfen sich die teilnehmenden Teams beim Firmen- und Staffel-Triathlon die Disziplinen teilen. "Unser Triathlon ist schon in vielen saarländischen Unternehmen Gesprächsthema. Ich denke, dass die Sache gut einschlägt", sagt Gabriele Célette.




Auf einen Blick Schwimmen: Start und Ausstieg erfolgen im Bereich der Bootsanlegestelle Undine, wo sich nach 1,5 Kilometer Schwimmen auch die Wechselzone befindet. Rad: Die 40 Kilometer lange Radstrecke führt über einen abgesperrten Teil der B 51. In den drei zu fahrenden Runden ist Einzelfahren angesagt. Laufen: Die zehn Kilometer lange und flache Laufstrecke führt am Saaraltarm entlang und durch den Stadtpark. Es müssen zwei Runden gelaufen werden. 100 Anmeldungen liegen vor, 300 Starter werden erwartet. Anmeldung unter www.saarlouistriathlon.de bis 9. Juni. ros