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Da staunt sogar der Trainer

Saarlouis. Drei, zwei, eins - aus! Als im Duell zwischen der HG Saarlouis II und dem SV Zweibrücken II der Schlusspfiff ertönt, brechen in der Steinrauschhalle alle Dämme. Die Handballer des Saarlandliga-Spitzenreiters liegen sich nach dem klaren 40:32-Heimsieg in den Armen. 350 Zuschauer sind von ihren Plätzen aufgestanden und feiern den neuen Meister Von SZ-Mitarbeiter Roland Schmidt

Saarlouis. Drei, zwei, eins - aus! Als im Duell zwischen der HG Saarlouis II und dem SV Zweibrücken II der Schlusspfiff ertönt, brechen in der Steinrauschhalle alle Dämme. Die Handballer des Saarlandliga-Spitzenreiters liegen sich nach dem klaren 40:32-Heimsieg in den Armen. 350 Zuschauer sind von ihren Plätzen aufgestanden und feiern den neuen Meister. Dirk Mathis genießt diesen Moment. Nach einer langen Saison (sie endet am Samstag in Dudweiler) ist der HGS-Trainer am Ziel angekommen. Teil eins des Saarlouiser Masterplans - die junge Perspektiv-Truppe in eine leistungsmäßig hohe Liga führen - ist erfüllt. "Wir haben nun einen optimalen Unterbau für unsere erste Welle und bieten dem Nachwuchs neue Möglichkeiten", sieht Mathis einen Erfolg für den Gesamtverein. Nach der überraschenden 31:33-Heimniederlage des schärfsten Verfolgers HSG Nordsaar gegen Abstiegskandidat Altenkessel hatten Trainer, Spieler und Fans den Aufstieg in die Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar bereits beim Heimsieg der ersten Mannschaft gegen Nieder-Olm am Vortag feiern dürfen. Die Spannung am vorletzten Spieltag war somit raus. Am Siegeswillen änderte das aber nichts. "Wir werden gegen Zweibrücken nicht zwei Mal verlieren", forderte Mathis Wiedergutmachung für die Hinspiel-Schlappe. Und seine Spieler spielten mit. Nur in der Anfangsphase konnten die Pfälzer mithalten. Zur Pause hatte sich der künftige Viertligist schon klar mit 19:14 abgesetzt. "Da war das Match eigentlich gelaufen", sagte Mathis, der stolz auf sein Team ist. "Es ist toll, wie sich meine Spieler weiterentwickelt haben. Diese konstant gute Leistung hätte ich ihnen nicht zugetraut." Von Saison-Beginn an lag die HGS II an der Spitze, zwischenzeitlich sogar mit sechs Punkten vorn. Zwei Niederlagen gegen Verfolger HSG Nordsaar und den Lokalrivalen HC Dillingen/Diefflen machten das Titelrennen wieder spannend. Jetzt, da der Aufstieg perfekt ist, haben auch die Planungen für die neue Saison begonnen. Bis auf Torwart Eric Lubjuhn werden alle Spieler bleiben. Einige Akteure aus der ersten Mannschaft werden in den Kader der Zweiten wechseln. Als erste Verstärkung zog Mathis Tobias Stemmler (Foto: rup) an Land. Der torgefährliche Linkshänder hilft im Regionalliga-Team aus beruflichen Gründen nur noch sporadisch aus. Künftig soll der Regionalliga-Torschützen-König der Saison 2004/2005 für die HGS II auf der rechten Angriffsseite Akzente setzen. Auch Felix Herrmann und Pascal Simon aus der Ersten, so hört man im Umfeld, seien potenzielle Kandidaten. Über diese und andere Personalien schweigt sich Mathis aber noch aus. Aus seinem Stolz über das Erreichte macht der HG-Trainer aber keinen Hehl: "Steigt auch die Erste auf, und so sieht es aus, dann hat die HGS Großes geleistet."