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„Da ging irgendwie überhaupt nichts“

Michael Hümbert (links) hetzt, schon deutlich von den Anstrengungen gezeichnet, den Vordermännern hinterher. Nach nur einer Zwölfstunden-Schicht und nur vier Stunden Schlaf musste der als Favorit gehandelte Werbelner zur Renn-Halbzeit aussteigen.Foto: Semmler
Michael Hümbert (links) hetzt, schon deutlich von den Anstrengungen gezeichnet, den Vordermännern hinterher. Nach nur einer Zwölfstunden-Schicht und nur vier Stunden Schlaf musste der als Favorit gehandelte Werbelner zur Renn-Halbzeit aussteigen.Foto: Semmler FOTO: Semmler
Falscheid. Nicht wie geplant verlief das Hauptrennen des Sprinterpreises von Lebach des RV Falke Lebach in Falscheid für Michael Hümbert. Der Werbelner war als Mitfavorit auf den Sieg gestartet – musste aber zur Halbzeit aufgeben. Von SZ-MitarbeiterPhilipp Semmler

Der Sprinterpreis von Lebach in Falscheid: Michael Hümbert fährt mit abgekämpftem Gesicht im Hauptfeld des Rennens. Die Spitze ist für den 23-Jährigen schon ein Stück entfernt. Nach etwa der Hälfte der 25 Runden steigt der ehemaliger Jugend-Nationalmannschaftsfahrer dann kopfschüttelnd vom Rad und gibt auf. "Ich habe vor dem Rennen zwölf Stunden Nachtschicht gehabt und nur vier Stunden geschlafen. Da ging irgendwie überhaupt nichts", erklärte der Werbelner.

So furchtbar tragisch war das frühzeitige Aus für den Auszubildenden in der Sportfördergruppe der saarländischen Polizei dann aber doch nicht. "Für mich war der Start hier eher ein Vorbereitungs-Rennen auf die zweite Saisonhälfte", erklärte Hümbert. Seit dieser Saison fährt er für das Team Bergstraße Jenatek aus Weinheim. In den kommenden Wochen stehen für Hümbert die deutsche Bergmeisterschaft sowie zwei Bundesliga-Rennen und Ende August die siebentägige Bulgarien-Rundfahrt mit dem Team auf dem Programm.

Profi-Karriere kein Thema mehr

Ganz schön viele Termine also für Hümbert neben seiner beruflichen Ausbildung. "Da ich in der Sportfördergruppe bin, habe ich die Möglichkeit, den Radsport weiter zu betreiben", sagt Hümbert. Früher träumte er von einer Profi-Karriere, mittlerweile hat sich dies aber geändert. "Der Profi-Bereich ist ein sehr unsicheres Pflaster. Nur die ganz Großen bekommen richtig Geld", erklärt der Werbelner und ergänzt: "Dann gibt es auch oft nur Jahresverträge. Wenn du da einen Sturz hast, dann kann alles vorbei sein. Deshalb hat bei mir im Moment ganz klar die Ausbildung Priorität. Die möchte ich auf jeden Fall abschließen", meint der 23-Jährige.

Während Hümbert in Falscheid nach seinem vorzeitigen Ausstieg schon unter der Dusche steht, gewinnt der 18-Jährige Felix Drumm vom RSC Zweibrücken das Rennen. Er setzte sich in einem packenden Schlussspurt gegen Fabian Holbach vom RV Sossenheim und Andreas Fließgarten vom Team Baier Landshut durch. Etwa 200 Meter vor dem Ziel lag Drumm noch auf Rang drei. Bester Saarländer wurde Matthias Schnapka vom Team Bike Aid aus Blieskastel als Vierter. Er lag noch vor seinem Teamkameraden Patrik Lechner aus Merzig. Insgesamt waren 22 Fahrer im Hauptrennen gestartet, 14 erreichten das Ziel.

Zwei Siege für Überherrner

Im Rennen der Männer der C-Klasse verpasste Lokalmatador Thorsten Resch vom gastgebenden RV Falke Lebach als Vierter nur haarscharf einen Podestplatz. Die beiden anderen Lebacher Starter Pascal Müller und Sebastian Löw kamen nicht ins Ziel. Im Jugend-Rennen der U15 kam der Lebacher Johannes Löf auf Rang fünf. Damit lag er einen Platz hinter Michelle Messinger vom RSC Überherrn. Einen Überherrner Erfolg gab es in der U11- und in der U17-Klasse. Bei der U11 siegte Giuliano Santamaria, bei der U17 Dominik Kroll.



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Auf einen BlickDie Sieger des Sprinter-Preises von Lebach in Falscheid: A/B-Klasse (Hauptrennen): 1. Felix Drumm (RSC Zweibrücken), 2. Fabian Holtbach (RV Sossenheim), 3. Andreas Fließinger (Team Baier Landshut). Männer C-Klasse: 1. David Nothnagel (Ciclo-Team Bonn), 2. Andreas Ruffing (RV Oberbexbach), 3. Sascha Hausmann (RSV Limburg). Jugend U17: 1. Dominik Kroll (RSC Überherrn), 2. Henrik Hamm (RSV Exleben). 3. Julian Rhode (RV Lustadt). U15: 1. Kjell Stadler (RV Queidersbach), 2. Andre Neumann (RV Mehlingen), 3. Niklas Braun (RV Mehlingen). U13: 1. Mareike Hermann (RV Bann), 2. Luca Jabczynski (RV Lingenfeld), 3. Jannis Hach (RV Stelzenberg). U11: 1. Giuliano Santamaria (RSC Überherrn), 2. Hannes Pfiffi (RV Queidersbach), 3. Manuel Göbel (RV Mehlingen). Erster Schritt: 1. Lisa Walgenbach, 2. Nils Müller, 3. Jannis Stroh (Jahrgänge 05/06). 1. Niklas Keller, 2. Paul Greinwald, 3. Emily Frison (Jahrgänge 03/04). sem