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| 21:07 Uhr

Chorgesang kommt gut an

Mit allen Altersgruppe sang der katholische Kirchenchor Oberwürzbach beim Festival. Foto: Martin
Mit allen Altersgruppe sang der katholische Kirchenchor Oberwürzbach beim Festival. Foto: Martin
St. Ingbert. Die St. Ingberter Fußgängerzone war am gestrigen Sonntag fest in der Hand von Chören und Gesangsgruppen. Auf der Meile zwischen Stadtbücherei und Polizeiinspektion tummelten sich beim achten saarländischen Chorfestival viele Freunde traditioneller, moderner und kirchlicher Gesänge Von SZ-Mitarbeiter Jörg Martin

St. Ingbert. Die St. Ingberter Fußgängerzone war am gestrigen Sonntag fest in der Hand von Chören und Gesangsgruppen. Auf der Meile zwischen Stadtbücherei und Polizeiinspektion tummelten sich beim achten saarländischen Chorfestival viele Freunde traditioneller, moderner und kirchlicher Gesänge. Zwar waren mit 40 teilnehmenden Chören die Anzahl im Vergleich zu 2008 um zehn reduziert, das tat der Stimmung in der Kaiserstraße und im Anfangsbereich der Pfarrgasse aber keinen Abbruch. Auch änderte der Umstand, dass eine Bühne weniger - nur drei gab es in diesem Jahr - zur Verfügung stand, nichts an der Stimmung.

Ein Pluspunkt außerdem: Petrus hatte im Vergleich zu 2008 ein Einsehen und sorgte für angenehme Temperaturen und ersparte den Besuchern Regen. Dicht belagert war um die Mittagszeit die Bühne in der Pfarrgasse. Dort trat beispielsweise der Saarbrücker Chor "Chorioses" auf, der Spirituals im Programm hatte, die unter die Haut gingen. Hier waren die Fans so begeistert, dass sie Zugaben forderten. Die waren nicht mehr drin, da man mit dem Zeitplan in Verzug war und die nächsten Sänger bereits in den Startlöchern standen. Weltliche Volksmusik präsentierten die nächsten Mitwirkenden, nämlich der katholische Kirchenchor Oberwürzbach unter der Leitung von Jürgen Meyer. Ein weiterer St. Ingberter Traditionschor sorgte für Überraschungen: Der Gesangverein Germania hatte sich den DJ-Ötzi-Titel "Ein Stern, der deinen Namen trägt" ausgewählt und sorgte dafür, dass im Umfeld von 80 Metern nahezu alles mitsang. Kein Wunder bei dem Ohrwurm.

Teenager singen Clapton

40er Jahre Chorsätze sind das Steckenpferd des Blieskasteler Von-der-Leyen-Chores, der auf der Bühne vor der Stadtbücherei auftrat. Etwas leerer auf der Bühne wurde es dort, als der Jugendchor Ballweiler startete: Sieben Mädchen zeigten unter anderem, wie Eric Clapton's "Tears in heaven" mit Stimmen weiblicher Teenager klingen kann. Zwar war mehr Platz auf der Bühne, dafür füllten sich die Reihen der Zuschauer aber so sehr, dass in Richtung Engelbertskirche niemand mehr zu sehen war. Bekannt aus den Vorjahren waren auch die "Köllervalleysingers". Pop, Rock, Gospel und Spirituals hat sich die Gruppe mit den blauen T-Shirts auf ihre Fahnen geschrieben. Sie sorgte mit Medleys vergangener Zeiten wie "California Dreaming" und "Monday, monday" für Wiedererkennung beim Publikum.

Dass Singen im Chor nicht zwangsläufig mit klassischem Repertoire gleichzusetzen ist, bewies auf der Schröderbühne der gemischte Chor "Frohsinn Alt-Saarbrücken". Schlager von Udo Jürgens und Titel wie "Wenn Zigeuner Hochzeit machen" gab es dort zu hören.

Wechselspiel der Stimmen

Und wie immer die Frage: Zählt "Über sieben Brücken musst du gehen" eher zu Karat oder doch mehr zu Peter Maffay? Die Frage blieb offen. Klar war jedenfalls angesichts der "Ohhh's" im Publikum, dass der Gesang gut ankam. Dafür sorgte auch das passend aufeinander abgestimmte Wechselspiel zwischen weiblichen und männlichen Stimmen.