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Acht Millionen Euro Investitionen
Chemiefirma Quaron lässt sich in Carling nieder

Die Entscheidung zugunsten des Standorts Carling fiel nach Angaben der Chemiefirma Quaron unter anderem aufgrund der Nähe zu Deutschland und zu einem wichtigen Geschäftspartner, der BASF in Ludwigshafen.
Die Entscheidung zugunsten des Standorts Carling fiel nach Angaben der Chemiefirma Quaron unter anderem aufgrund der Nähe zu Deutschland und zu einem wichtigen Geschäftspartner, der BASF in Ludwigshafen. FOTO: MICHEL LABELLE
Carling. Acht Millionen Euro Investitionen sind geplant. Die Anlage soll 2021 in Betrieb gehen. Die Gruppe vertreibt Lösemittel und Chemikalien. Von Hélène Maillasson
Hélène Maillasson

Erst vor einem Jahr war die Ansiedlung des Konzerns Metabolic Explorer am Chemie-Standort im grenznahen Carling bekannt geworden. In diesem Sommer lief die öffentliche Anhörung zum Projekt, das im Saarland für große Verunsicherung sorgt – vor allem bei den Anrainern im Warndt, die dadurch eine Zunahme von Geruchs- und Lärmbelästigungen befürchten (wir berichteten).


Nun hat ein weiteres Unternehmen angekündigt, sich am lothringischen Standort niederzulassen. Die Gruppe Quaron vertreibt unter anderem Basis-Chemikalien, Lösemittel und Zusatzstoffe für Lebensmittel. In Carling will sie rund acht Millionen Euro investieren und ihren landesweit achten Standort eröffnen. 1925 gegründet, gehört der Konzern mittlerweile zwei deutschen Unternehmen, Stockmeier Holding GmbH und der Overlack AG. Die Entscheidung zugunsten der Carlinger Plattform fiel laut Unternehmen unter anderem aufgrund der Nähe zu Deutschland und zu einem wichtigen Geschäftspartner, der BASF in Ludwigshafen.

Die neue Anlage an der Grenze zum Saarland soll Anfang 2021 den Betrieb aufnehmen und rund 20 Arbeitsplätze schaffen. Jean Rottner (Republikaner), Präsident der Region Grand Est, begrüßt die Neuansiedlung. Er bewertet den Schritt als einen Erfolg der regionalen Strategie zum Erhalt von Jobs im Osten Frankreichs. Dass sich Quaron für Carling entschieden habe, zeige, dass der Grand Est für Unternehmen attraktiv bleibe. „Wir werden als Region weiterhin unsere Kräfte bündeln, um den Standort in Carling-St. Avold weiterzuentwickeln“, so Rottner. Gemeint sind damit nicht nur Beratungen und eine logistische Unterstützung, sondern auch Zuschüsse.



Die Ansiedlung von Quaron auf der Plattform in Carling hat die Region Grand Est mit 288 000 Euro gefördert. Größtes Unternehmen in Carling ist der Petrochemiekonzern Total. Rund 500 Menschen sind auf der Chemieplattform beschäftigt.

Jean Rottner, Präsident der Region Grand Est, begrüßt die Ansiedlung der Quaron-Gruppe.
Jean Rottner, Präsident der Region Grand Est, begrüßt die Ansiedlung der Quaron-Gruppe. FOTO: Region Grand Est