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CDU drängt auf Kindergarten-Neubau

Fürstenhausen. Fröhlich rennen Kinder zwischen den Stuhlreihen im evangelischen Gemeindesaal Fürstenhausen hindurch. Sie lachen, während die Erwachsenen über die Zukunft des evangelischen Kindergartens des Stadtteils diskutieren Von SZ-Mitarbeiter Andreas Lang

Fürstenhausen. Fröhlich rennen Kinder zwischen den Stuhlreihen im evangelischen Gemeindesaal Fürstenhausen hindurch. Sie lachen, während die Erwachsenen über die Zukunft des evangelischen Kindergartens des Stadtteils diskutieren. Der aktuelle evangelische Kindergarten erfülle unter anderem wegen der beengten Raumsituation die gängigen Standards nicht mehr, Krippenplätze könnten hier auf keinen Fall angeboten werden - unter dieser Prämisse hatte der Bevollmächtigtenausschuss der evangelischen Gemeinde Völklingen-Warndt im vergangenen Jahr beschlossen, einen neuen Kindergarten auf Gelände an der Kurt-Schumacher-Straße, das der RAG gehört, zu bauen. Inzwischen wurde aber ein neues Presbyterium gewählt, und das will alle Bauvorhaben noch einmal auf den Prüfstand stellen (wir berichteten).Sollte der Kindergarten nicht gebaut werden, habe das weitreichende Konsequenzen für die Gemeinde und ganz Fürstenhausen, so Vorsitzende Gisela Rink während der Diskussion, zu der die CDU Fürstenhausen am Mittwoch ins Gemeindehaus eingeladen hatte.



Da aus dem Presbyterium selbst niemand zur Sitzung gekommen war, schilderte Rink die Vorgaben. Es seien nicht einmal die Baukosten selbst, welche die Gemeinde belasteten, sondern die Erweiterung von zwei auf drei Gruppen und die damit verbundenen steigenden Personalkosten.

Modulbauweise und Förderer

"Dann könnte man ja erst einmal für zwei Gruppen bauen, und zwar in Modulbauweise, so dass man später möglicherweise erweitern kann", schlug sie vor. Und: "Ich kann mir vorstellen, dass sich viele Menschen an einem Förderverein für den evangelischen Kindergarten beteiligen würden." Wie das Gemeindehaus mit dem neuen Kindergarten in Verbindung steht, erklärte Oberbürgermeister Klaus Lorig (CDU). Die Stadt habe mit der Kirchengemeinde einen Vertrag abgeschlossen. In dem sei festgehalten, dass die Stadt der Gemeinde ein Grundstück abkaufe, damit der Kaufpreis in die Finanzierung des Kindergartens fließen kann, und dass sich die Stadt um das Gemeindehaus kümmere. "Der Vertrag gilt allerdings nur, wenn die Gemeinde einen Vertrag mit der RAG abgeschlossen hat", mahnte Lorig. Allerdings dränge die Zeit, denn neben Geld von Stadt und Gemeinde sei der Landeszuschuss eine wichtige Finanzierungssäule für den Kindergartenbau. "Die dort zu vergebenden Mittel sind endlich", warnte Lorig. Ein genehmigungsfähiger Förderantrag müsse also möglichst bald gestellt werden.

Ein deutliches Zeichen für den Kindergartenbau wäre auch wichtig für das Personal, hieß es. Das leiste, so die Rektorin der Grundschule, Maria Geibel, tolle Arbeit. Fehle ihm allerdings die Perspektive, können es sich nach sichereren Arbeitsplätzen umsehen.

Die überwältigende Mehrheit im Gemeindesaal war für den Kindergarten-Neubau der evangelischen Kirchengemeinde. Nur einzelne sprachen sich dagegen aus. "Fürstenhausen braucht einen Kindergarten, der muss aber nicht unbedingt evangelisch sein", hieß es da.