Wir möchten auf unserer Webseite Cookies und pseudonyme Analysetechniken auch unserer Dienstleister verwenden, um diesen Internetauftritt möglichst benutzerfreundlich zu gestalten.

Außerdem möchten wir und unsere Dienstleister damit die Besuche auf unserer Webseite auswerten (Webtracking), um unsere Webseite optimal auf Ihre Bedürfnisse anzupassen und um Ihnen auf unserer Webseite sowie auch auf Webseiten in verbundenen Werbenetzwerken möglichst interessante Angebote anzeigen zu können (Retargeting).

Wenn Sie dieses Banner anklicken bzw. bestätigen, erklären Sie sich damit jederzeit widerruflich einverstanden (Art. 6 Abs.1 a DSGVO).

Weitere Informationen, auch zu Ihrem jederzeitigen Widerrufsrecht, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.

| 20:19 Uhr

Burbach streitet über Brücken

Burbach. Zwei Brücken sind derzeit in Burbach ein Streitthema. Weil die Grüneichbrücke zwischen Weyersbergstraße und Von-der-Heydt-Straße derzeit saniert wird, fehlt ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt Von SZ-Mitarbeiter Andreas Lang

Burbach. Zwei Brücken sind derzeit in Burbach ein Streitthema. Weil die Grüneichbrücke zwischen Weyersbergstraße und Von-der-Heydt-Straße derzeit saniert wird, fehlt ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Autos, die sich bisher auf die Brücke am Gasbehälter am Festplatz Saarterrassen, die Grüneichbrücke und zum Teil über die Brücke an der Jakobstraße verteilten, müssen jetzt über die Brücke an den Saarterrassen fahren. Das sorgte zuletzt für viele Staus in Burbach. Leicht entspannt hat sich die Staulage, weil mittlerweile die Baustelle in der Hochstraße auf Höhe der Burbacher Straße wieder weg ist. Forderung: Brücke frei!Zurück zur Brückenproblematik: Weil die Grüneichbrücke bis September ausfällt, müsste die Malhofenbrücke zumindest einspurig wieder befahrbar sein, meinen viele. Etwa der Betreiber der Fischerhütte am Burbacher Weiher, Jürgen Weber. Dazu Bezirksbürgermeister Claus Theres: "Der Rat hat bereits zwei Mal dafür gestimmt, dass die Malhofenbrücke einspurig für Pkw geöffnet werden soll". Auch die Linke hat sich in einer Presseerklärung für die Öffnung des zur Fußgänger- und Radfahrerbrücke degradierten Bauwerks ausgesprochen. Deren Ortsvorsitzende Manfred Klasen meint, dann sei auch der Weg zum nahen Waldweiher besser zugänglich. Voraussetzung für die Öffnung der Malhofenbrücke sei allerdings eine provisorische bauliche Ertüchtigung der Brücke beziehungsweise der Einsatz eines neuen stabileren Brückenteils. Dies hätte längst, vor Beginn der Sanierungsarbeiten an der Grüneichbrücke, geschehen müssen, so der Linke. Jetzt, nach dem ganzen Ausmaß der Beeinträchtigungen, sei die Verwaltung aufgefordert, unverzüglich Maßnahmen zu ergreifen. Das ist offenbar schon geschehen. Stadtpressesprecher Thomas Blug berichtet: "Der Pächter der Fischerhütte am Burbacher Waldweiher hatte sich nach Beginn der Sperrung bei uns gemeldet und sich über die schlechtere Erreichbarkeit seines Hauses beschwert." Daraufhin habe das Straßenbauamt ihm zugesagt, Verbesserungsmöglichkeiten zu prüfen. Blug: "So haben wir im Anschluss beispielsweise die Umleitungsbeschilderung verbessert und mit dem Hinweis unter anderem auf den Burbacher Waldweiher ergänzt. Zudem wurde auch die Ampelanlage an der Hochstraße/Von-der-Heydt-Brücke an die geänderten Verkehrsströme angepasst und später noch weiter optimiert." Auch die Öffnung der Malhofenbrücke für Autos sei geprüft worden. Doch dies sei aus statischen Gründen nicht mehr möglich.Und dann gibt es ja auch noch Burbacher, die gegen eine Öffnung der Malhofenbrücke sind. Klaus Maling, der nach eigenen Angaben die Meinung von etwa 20 Anwohnern vertritt, berichtet von einer wahren Anarchie aus der Zeit, in der Autos die Brücke befahren durften: "Keiner hat sich an Schilder wie Tempo 30 oder ein Lkw-Verbot gehalten, einige Autofahrer sind sogar gegen die Einbahnstraße gefahren, um Zeit und Weg zu sparen." Maling und weitere Anwohner befürchten, dass es noch einmal soweit kommen könnte. Außerdem kenne er weitere Gründe gegen Autos auf der Brücke: "Die Versorgungsleitungen wurden vor einigen Jahren in den Fahrbahn-Untergrund integriert." Würden da jetzt Autos drüberfahren, dann könnten die Leitungen Schaden nehmen. Das habe ihm auch das Straßenbauamt so bestätigt. Gastwirt Weber glaubt das nicht. Er habe einen schweren Autokran auf der Brücke gesehen, als dort an den Geländern gearbeitet wurde. Er vermutet vielmehr: "Wenn die Zuständigen die Brücke jetzt doch öffnen würden, würden sie zugeben, dass sie uns jahrelang belogen haben."