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Leserreporter
Bundesnetzagentur geht gegen betrügerische „Ping-Calls“ vor

Achtung bei Anrufen aus dem Ausland.
Achtung bei Anrufen aus dem Ausland. FOTO: kote baeza / CC0 Lizenz
Saarbrücken. Ziel der Lockanrufe ist es, einen kostenpflichtigen, oft mehrere Euro pro Minute teuren Rückruf zu provozieren. Von Marko Völke

Weiterhin melden sich immer wieder SZ-Leser-Reporter bei unserer Zeitung, die Lockanrufe aus dem Ausland erhalten (wir haben berichtet). Bei diesen so genannten „Ping-Calls“ klingelt das Handy nur kurze Zeit. Ziel ist es, einen kostenpflichtigen, oft mehrere Euro pro Minute teuren Rückruf zu provozieren.


Bei den SZ-Leser-Reportern erschien nun in jüngster Zeit oft eine Nummer im Display, die auf den ersten Blick schnell mit einer lokalen Vorwahl zu verwechseln ist. So glaubte auch Lothar Fontaine aus Blieskastel zunächst, dass Freunde aus St. Wendel versucht haben, ihn zu erreichen. Doch vor der Vorwahl 06851 habe ein kleines Pluszeichen gestanden und der Anruf sei aus Samoa erfolgt, schildert der SZ-Leser.

Der Bundesnetzagentur (BNetzA) sind diese Fälle bekannt. Die Behörde habe deshalb angeordnet, dass seit dem 15. Januar in Mobilfunknetzen eine kostenlose Preisansage für bestimmte internationale Vorwahlen geschaltet werden muss. Von Albanien bis Tansania umfasst die Anordnung mehr als  22 Länder. So werde Ping-Anrufen der Riegel vorgeschoben, erklärt ein Sprecher der Agentur. Eine Liste der von der BNetzA wegen Rufnummernmissbrauchs ergriffenen Maßnahmen ist im Internet unter www.bundesnetzagentur.de/Massnahmenliste zu finden.

Die Nummern, die den Verbrauchern übermittelt werden, seien jedoch nicht zwangsläufig die, von denen der Anruf getätigt werde, gibt der Sprecher zu bedenken. Dies sei unter bestimmten Voraussetzungen sogar zulässig. Gerade das Internet biete hier Möglichkeiten, die die Behörde nicht verbieten könne. Bei der Überprüfung, ob die gesetzlichen Bestimmungen eingehalten werden, sei man zudem auf die nationalen Grenzen beschränkt. Auch sei dies nur unter bestimmten Voraussetzungen zulässig. Gerade das Internet biete hier Möglichkeiten, die die Behörde nicht verbiete.

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