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Bürger wollen ihre Brücke wieder

Breitfurt/Wolfersheim

Breitfurt/Wolfersheim. Weit über 200 Bürgerinnen und Bürger waren am vergangenen Dienstag dem Aufruf der Ortsvorsteher von Breitfurt und Wolfersheim Franz Welsch und Stephan Schepp-Weyrich und der beiden SPD-Stadtratsmitglieder Guido Freidinger und Achim Jesel gefolgt, um damit ihre Unterstützung für die baldige Erneuerung und Wiedereröffnung der seit Dezember letzten Jahres gesperrten Bliesbrücke zwischen Breitfurt und Wolfersheim zu bekunden. Unter dem Beifall der nicht nur aus den beiden Brückenanrainern, sondern auch aus zahlreichen umliegenden Gemeinden zu Fuß, mit Fahrrad, Inlinern und Skateboard angereisten Bürger forderte der Wolfersheimer Ortsvorsteher die Bürgermeisterin auf, endlich aktiv zu werden, um eine rasche Sanierung der Brücke in Angriff nehmen zu können. Bisher sei trotz mehrfacher Anfragen und Beschlüssen der Ortsräte im Rathaus nichts unternommen worden außer Berichten über "Vandalismus". Die von der Bürgermeisterin genannten 3 000 000 Euro Sanierungskosten seien völlig aus der Luft gegriffen, weder Ortsrat noch Stadtrat wären bis heute - ein halbes Jahr nach Sperrung der Brücke konkrete, geschweige denn seriöse Zahlen vorgelegt worden. Außerdem habe man an anderer Stelle zum Beispiel für den "Pirminiusparkplatz" in Lautzkirchen 500 000 Euro bereitgestellt und für die geplanten 15 "Tivoliparkplätze" sei man bereit, über 2,5 Millionen auszugeben. Das Breitfurter Stadtratsmitglied Guido Freidinger ging in seiner Ansprache auf die lange Tradition und das nicht nur die Menschen dieser beiden Orte Verbindende der Bliesbrücke ein. Gerade mit Blick auf die in dieser Woche gefallene Entscheidung für die "Biosphäre Bliesgau" sehe er gute Möglichkeiten, die Brücke im Rahmen der bereits zur Verfügung gestellten 3,1 Millionen Euro Leader-Fördermittel zu sanieren. Für einen Projektantrag brauche man natürlich eine fachliche Prüfung und belastbare Zahlen. Die Verwaltung müsse nun endlich ihre Hausaufgaben machen. red