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Brückenbauer zwischen Juden und Nichtjuden: Richard Borg gestorben

Saarbrücken. Sein Lebenstraum ging nicht in Erfüllung: e zentrale Gedenkstätte für Saarländer jüdischer Herkunft, die Opfer des Holocausts wurden. Dafür unter anderem stritt Richard Borg mit sem Verein DenkmalMit!. ine

Am Freitag starb der Saarbrücker Geschäftsmann und Sohn jüdischer Eltern unerwartet im Alter von 56 Jahren. Borg verstand sich als Brückenbauer zwischen saarländischen Juden und Nichtjuden. Vor allem die jüngere Generation wollte er ansprechen: aus der Erfahrung des Holocaust-Schreckens politische Verantwortung zu übernehmen, aus der Erinnerung eine starke demokratische Kraft zu bilden. Borg war von 1998 bis 2007 Vorsitzender der Synagogengemeinde Saar, in seiner Amtszeit wurde die Gemeinde zur Körperschaft des öffentlichen Rechts. Vor etwa zehn Jahren trat Borg in die CDU ein, im Saarbrücker Stadtrat war er jahrelang kulturpolitischer Sprecher der Fraktion.