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Zauberfestival
Brasilianer gewinnt Zauberwettkampf

Aus einem Schuh plötzlich eine Bierflasche ziehen: Mit Tricks wie diesem gewann Funnykito aus Brasilien den Zauberwettbewerb.
Aus einem Schuh plötzlich eine Bierflasche ziehen: Mit Tricks wie diesem gewann Funnykito aus Brasilien den Zauberwettbewerb. FOTO: Bonenberger / B&K
St. Wendel. 15 Zauberer traten beim Wettbewerb der Straßenzauberer in St. Wendel gegeneinander an. Von Frank Faber

Magier von vier Kontinenten haben beim 17. internationalen Wettbewerb der Straßenzauberer in St. Wendel ihre besten Kunststücke gezeigt. Beäugt von den strengen Augen einer Jury und Tausender Besucher traten 15 Zauberer an. Sieger wurde erstmals der Brasilianer Funnykito, der zum vierten Mal antrat.



„St. Wendel ist das wichtigste Festival in ganz Europa. Ich bin so überwältigt und glücklich, dass ich gewonnen habe“, sagte der 35-jährige Brasilianer, der mit bürgerlichem Name Dan Marques heißt. Seit zehn Jahren zelebriert Funnykito seine Shows – ein Mix aus faszinierender Komödie und Magie. Spontan zog er dabei einem Besucher einen Damenslip aus der Hosentasche oder holte aus seinem Schuh eine Flasche Bier.

Platz zwei ging an den chilenischen Zauberer „Flash Gonzalez“ (Julio Opaza, 42). Im Stile eines Stummfilmstars zeigte er klassische Kunststücke mit Pantomime und Akrobatik. „Die Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen, weil die Akteure auf den unterschiedlichen Aktionsflächen unterschiedlich stark gezaubert haben“, erklärte Jurymitglied Chris Schäfer. 30 Minuten das Publikum zu fesseln, gelang auch dem Österreicher Robert Ganahl, der den dritten Rang belegte. Sonderpreise in der Kategorie Comedy räumten die deutschen Akteure Tobi van Deisner und Fabian Flender („A. Schlickenprobst“) ab. Während der Open-Air-Gala am Samstag auf dem Schlossplatz wurden die Künstler für die Ausschnitte aus ihrem Programm gefeiert. „Wir begrüßen von Jahr zu Jahr mehr Besucher von auswärts. Am Freitag waren so viele Gäste wie noch nie beim Festival“, sagte Festivalleiter Georg Lauer. Am Sonntag verabschiedeten sich die Künstler ohne Wettkampfstress mit den Auftritten beim Familien-Zauberfest.