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Brand zerstört Dachwohnung

Freisen. Eine dichte Rauchsäule stand gestern mehrere Stunden weithin sichtbar über der Freisener Burgstraße. Aus dem Gebälk des Wohnhauses mit der Nummer 57 quollen die braunen Wolken empor. Gegen 13 Uhr war das Feuer in der Dachgeschosswohnung ausgebrochen. Der Brand stellte sich so spektakulär dar, dass gleich elf Feuerwehren aus zwei Gemeinden und der Stadt St Von SZ-Redakteur Matthias Zimmermann

Freisen. Eine dichte Rauchsäule stand gestern mehrere Stunden weithin sichtbar über der Freisener Burgstraße. Aus dem Gebälk des Wohnhauses mit der Nummer 57 quollen die braunen Wolken empor. Gegen 13 Uhr war das Feuer in der Dachgeschosswohnung ausgebrochen. Der Brand stellte sich so spektakulär dar, dass gleich elf Feuerwehren aus zwei Gemeinden und der Stadt St. Wendel im Großaufgebot ausrückten, darunter auch Helfer der Berufsfeuerwehr der in Baumholder stationierten US-Armee. Mit zwei Rettungsleitern versuchten die Wehren, an die Flammen heranzukommen. Wie Freisens Feuerwehrsprecher Dirk Schäfer berichtet, gab es gleich zwei Probleme: zum einen genügend Löschwasser an die Unglücksstelle zu bekommen, zum anderen die Photovoltaikanlage. Die schloss großflächig das Dach ab. Gleichzeitig war den Rettern nicht klar, ob die Anlage unter Strom steht und so den Wehrleuten hätte gefährlich werden können.Unterdessen hatten sich die Bewohner bereits unverletzt in Sicherheit gebracht. Unter dem Dach lebte ein älteres Paar (65/70), eine Etage tiefer dessen Sohn (44), seine Frau (40) und ihr Sohn (16). Für sie stand trotzdem ein Notarzt, das Rote Kreuz und ein Notfallseelsorger parat.


Bis 16.30 Uhr waren die Löschmannschaften damit befasst, die Flammen in den Griff zu kriegen. Wenig später deckte das Technische Hilfswerk (THW) aus St. Wendel und Freisen das marode Dach provisorisch ab, um weitere Wasserschäden zu verhindern. Wie die Türkismühler Polizei meldet, sind einzelne Balken derart verbrannt, so dass Teile der Konstruktion einstürzten. Auch hier kümmerte sich das THW darum, gefährdete Bereiche abzustützen. Die Dachwohnung sei komplett ausgebrannt. Die darunterliegenden Räume sind durch Löschwasser ebenfalls nicht zu bewohnen. Vorläufig geschätzter Schaden: 250 000 Euro.

Indes ist die Ursache für das Unglück noch nicht geklärt.



 Feuerwehren versuchen, vom Boden aus die Flammen zu löschen. Foto: Dirk Schäfer/FFW
Feuerwehren versuchen, vom Boden aus die Flammen zu löschen. Foto: Dirk Schäfer/FFW