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Streit um Sicherheit in Saarbrücken
Bouillon: Weniger Straftaten in Saarbrücken

Klaus Bouillon (CDU)
Klaus Bouillon (CDU) FOTO: Oliver Dietze / dpa
Saarbrücken. Im Streit zwischen der Saarbrücker Oberbürgermeisterin Charlotte Britz (SPD) und Saar-Innenminister Klaus Bouillon (CDU) um die Polizei-Präsenz in der Saarbrücker Innenstadt hat Bouillon weitere Zahlen auf den Tisch gelegt. Von Dietmar Klostermann

Saarbrücken sei „kriminalgeografisch“ in der Polizeikriminalstatistik in 57 Distrikte eingeteilt. Der Kriminalitätsbrennpunkt mit 9300 registrierten Straftaten habe 2016 im Stadtteil St. Johann mit den Distrikten St. Johanner Markt, Nauwieser Viertel und Hauptbahnhof als „städtisches Zentrum“ gelegen. „Gegenüber dem Jahr 2014 (9919 Fälle) gingen auch in diesen Brennpunktzonen die Straftaten um 619 Fälle (ein Minus von 6,2 Prozent) zurück´“, erklärte Bouillon.


Zuvor hatte Britz von Bouillon eine stärkere Polizei-Präsenz in der Saarbrücker City gefordert (die SZ berichtete). Nach Angaben der Oberbürgermeisterin haben besonders die Schlägereien zwischen Syrern und Afghanen zugenommen. Am vergangenen Freitag war bei einem solchen Streit ein 18-jähriger Afghane am Saarbrücker Hauptbahnhof niedergestochen worden. Doch die Polizei konnte gegenüber der SZ keine Zunahme der Gewalttätigkeiten an den Saarbrücker Brennpunkten bestätigen. Ein Sprecher von Britz erklärte, dass sich Britz auf Medienberichte stütze.

„In Saarbrücken verfügen wir landesweit einzigartig über ein dichtes Dienststellennetz von vier Polizei-Inspektionen. Berücksichtigt man den Stadtbezirk Dudweiler, kommt die Inspektion Sulzbach als fünfte hinzu“, betonte Bouillon. Die Polizei-Inspektion Saarbrücken-St. Johann sei „die stärkste Polizeidienststelle im Land“. Die im Zusammenhang mit dem Kampf gegen die Einbrüche durchgeführten besonders effektiven Streifen bewirkten eine Stärkung des Sicherheitsempfindens der Saarbrücker Bürger, so der Innenminister.