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| 20:29 Uhr

Frau will Grab neben Mann reservieren
Bizarrer Ärger um die letzte Ruhe

Bestattung im Friedwald Ein Mann stellt im Odenwald bei Michelstadt eine Urne an einem Baum in einem so genannten Friedwald nieder (Archivfoto vom 15.08.2003). Sie heißen «FriedWald» oder «RuheForst», und sind jetzt auch in Schleswig-Holstein im Kommen: Die «letzte Ruhestätte» mitten im Wald unter knorrigen Eichen oder am Fuß mächtiger Buchen ist das jüngste Kapitel in der deutschen Bestattungskultur. Denn ein Urnengrab in freier Natur ist trotz der in Deutschland herrschenden gesetzlichen Bestattungspflicht möglich. Foto: Frank May dpa/lno (zu dpa-KORR.: "Baum-Friedhöfe sind neustes Kapitel der Bestattungskultur " vom 07.02.2006) +++(c) dpa - Bildfunk+++
Bestattung im Friedwald Ein Mann stellt im Odenwald bei Michelstadt eine Urne an einem Baum in einem so genannten Friedwald nieder (Archivfoto vom 15.08.2003). Sie heißen «FriedWald» oder «RuheForst», und sind jetzt auch in Schleswig-Holstein im Kommen: Die «letzte Ruhestätte» mitten im Wald unter knorrigen Eichen oder am Fuß mächtiger Buchen ist das jüngste Kapitel in der deutschen Bestattungskultur. Denn ein Urnengrab in freier Natur ist trotz der in Deutschland herrschenden gesetzlichen Bestattungspflicht möglich. Foto: Frank May dpa/lno (zu dpa-KORR.: "Baum-Friedhöfe sind neustes Kapitel der Bestattungskultur " vom 07.02.2006) +++(c) dpa - Bildfunk+++ FOTO: A3472 Frank May / dpa/dpaweb
Heusweiler. Swea Teschke ärgert sich über die Friedhofssatzung der Gemeinde Heusweiler. Die Frau aus Holz hat mit ihrem Ehemann Günter ein Grab für zwei Urnen gekauft. Im November starb ihr Mann. Und danach habe sie erfahren, dass sie nur dann neben ihrem Mann bestattet werden kann, wenn sie innerhalb der nächsten 15 Jahre stirbt. Dann werde das Grab eingeebnet und ihr Anspruch, mit ihrem Mann im gleichen Grab zu liegen, verfalle dann, hieß es sinngemäß aus der Heusweiler Verwaltung. Das findet Swea Teschke pietätlos. Und sie wandte sich an die SZ.

Kirsten Kirch vom Friedhofsamt, die die Umstände bedauert, schildert, dass die Friedhofssatzung eine Verlängerung der 15-Jahres-Frist nicht erlaube und dementsprechend eine zweite Beisetzung nach 15 Jahren nicht garantiert werden könne. Für dieses Vorgehen gebe es logistische Zwänge, die nicht zuletzt im begrenzten Platz zu sehen sind: Die Grabfelder – die der Reihe nach belegt und wenn sie voll sind, ruhen gelassen werden – müssen irgendwann neu genutzt werden. Erneute Belegungen einzelner Gräber über festgesetzte Fristen hinaus machten dann auch eine neue Nutzung des Feldes unmöglich.