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Reform der Gymnasialen Oberstufe
Bildungsverband will mehr Informatik in der Oberstufe

Saarbrücken. Der Interessenverband für Bildung im Saarland (Ibis) hat sich mit einem eigenen Vorschlag in die Debatte um die geplante Reform der gymnasialen Oberstufe im Saarland eingeschaltet. „Die saarländische gymnasiale Oberstufe muss jetzt in einem Guss erneuert und modernen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Ansprüchen angepasst werden“ fordert die Ibis-Vorsitzende Nicola-Anna Rödder. Der Verein, der nach eigenen Angaben die Blickwinkel von Hochschulen, Schulen, Eltern, Kirchen, Wirtschaft sowie Anbietern konkreter Fördermaßnahmen berücksichtigt, sprach sich für die Stärkung des Fachs Informatik aus. Wegen seiner hohen Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung des Saarlandes müsse sie den naturwissenschaftlichen Fächern stundenzahlmäßig gleichgestellt werden.

Notwendig sei außerdem die Überarbeitung einer Regelung, die zurzeit vermehrt zur Abwahl der Fremdsprache Französisch innerhalb der Oberstufe führe und damit der saarländischen Frankreichstrategie schade. Da die gymnasiale Oberstufe eine wichtige Schnittstelle zu Studium oder Ausbildung darstelle, müsse das Seminarfach in der Oberstufe professioneller gestaltet werden,  um Schüler auf die komplexer und anspruchsvoller werdende Arbeitswelt und den globalen Wettbewerb vorzubereiten.