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Bilanz mit Schönheitsflecken

Quierschied. Ein zentraler Punkt für Karin Lawall war der Abriss des alten Rathauses samt Neugestaltung der Quierschieder Ortsmitte. "Hier sind wir einen großen Schritt vorwärtsgekommen", sagt die Bürgermeisterin nicht ohne Stolz, "die Mehrfachbeauftragung hat sich als modernes und transparentes Mittel erwiesen, das weit über die Gemeindegrenzen hinaus Beachtung fand Von SZ-Mitarbeiter Patric Cordier

Quierschied. Ein zentraler Punkt für Karin Lawall war der Abriss des alten Rathauses samt Neugestaltung der Quierschieder Ortsmitte. "Hier sind wir einen großen Schritt vorwärtsgekommen", sagt die Bürgermeisterin nicht ohne Stolz, "die Mehrfachbeauftragung hat sich als modernes und transparentes Mittel erwiesen, das weit über die Gemeindegrenzen hinaus Beachtung fand. Mit dem Ergebnis können wir sehr zufrieden sein. Gelingt uns die Umsetzung, ist das ein ganz großer Wurf für Quierschied".In diesem Zusammenhang lobte Lawall auch die - ebenfalls von ihr eingeforderte - Zusammenarbeit in den verantwortlichen Gremien: "Es wurden viele Probleme gemeinsam angepackt, nur so konnte einiges umgesetzt werden."


Wie beispielsweise die Neugestaltung des Geländes am Eisengraben (wir berichteten), die allerdings erst im Frühjahr ihre ganze Schönheit präsentieren wird, wenn die Pflanzen erstmals blühen werden. "Ganz Quierschied ist 2012 aufgeblüht", sagt die Verwaltungschefin und spielt damit auf die vielen, oftmals kleineren Anpflanzungen und Beete an, "damit konnten auch die Kreativität und Eigenverantwortung der Mitarbeiter angeregt werden, die sich immer wieder etwas Neues einfallen lassen. Insgesamt ist die Gemeinde sauberer geworden, das bestätigen viele Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern".

Doch nicht nur in Quierschied selbst hat sich etwas getan. "In Göttelborn besteht jetzt die Möglichkeit, am historischen Musikantenwäldchen ein neues Zentrum zu schaffen, das die Lebensqualität im Ort erhöht", sagt Lawall, "auch in Fischbach werden die Bushaltestellen in der Ortsmitte sowie der gesamte Markt insgesamt aufgewertet". Mittel dazu kommen vom Land. Die RAG hat mittlerweile mit Rodungsarbeiten im Bereich des Kohlbachweihers begonnen. An dessen Damm, der Halde Göttelborn, aber auch am Lasbach und am Fischbach werden umfangreiche Maßnahmen für den Hochwasserschutz umgesetzt, die auch den Naturschutz ein gutes Stück voranbringen sollen. Während Karin Lawall in den bisherigen Punkten ihren Worten vom Januar 2012 auch hat Taten folgen lassen, haben ihre Fähigkeiten als Wetterfee ziemlich versagt. Sie hatte einen tollen Sommer und gute Besucherzahlen fürs Freibad vorausgesagt. Es kam anders. Mit rund 25 000 Besuchern war der Ansturm auf das kühle Nass etwas geringer als im Jahr davor. "Die Investitionen von über 30 000 Euro in Technik und Verschönerungen haben sich gelohnt. Das Freibad lockt viele Besucher aus Nachbarkommunen an", sagt Lawall, "hier hat sich die Busverbindung nach Sulzbach bewährt".



Weniger erfolgreich war man bei der Ansiedlung neuer Unternehmen. Die Genehmigung der neuen Nutzung der früheren Privatgrube Schäfer durch einen Getränkegroßhändler musste einen langen Weg durch die Bürokratie nehmen. In diesem Monat soll es nun soweit sein. Jetzt hat in Fischbach ein neues Geschäft eröffnen (wir berichten).

"Die Leerstände in der Gemeinde sind ein Problem", gesteht Bürgermeisterin Lawall ein, "ich wünsche mir, wir könnten gerade in den Bereichen Gewerbe und Einzelhandel weitere Ansiedlungen erreichen".

Das ist schon ein guter Vorsatz für 2013. Ihr Fazit von 2012 fällt schon einmal positiv aus: Bürgermeisterin Karin Lawall konnte mit Hilfe von Gemeinderat, Verwaltung und bürgerlichem Engagement vieles von dem umsetzen, was sie sich vorgenommen hatte.Archivfoto: Maurer