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Besondere Reisen für schöne Stimmen

Regionalverband. Wenn das keine idealen Voraussetzungen für eine Reiseverkehrskauffrau sind: Mit 17 Jahren ging die Riegelsbergerin Sarah Schäfer ein Jahr nach Amerika, um dort den High-School-Abschluss zu machen. Nach dem deutschen Abitur fuhr sie als Anhalterin drei Monate durch Australien und verdiente sich etwas Geld als Erdbeerpflückerin und Tellerwäscherin Von SZ-Redakteur Peter Wagner

Regionalverband. Wenn das keine idealen Voraussetzungen für eine Reiseverkehrskauffrau sind: Mit 17 Jahren ging die Riegelsbergerin Sarah Schäfer ein Jahr nach Amerika, um dort den High-School-Abschluss zu machen. Nach dem deutschen Abitur fuhr sie als Anhalterin drei Monate durch Australien und verdiente sich etwas Geld als Erdbeerpflückerin und Tellerwäscherin. Danach reiste sie Monate lang durch Indonesien und Kanada. Schäfer spricht Englisch, Französisch und Italienisch. "Neugier treibt mich um die Welt", sagt sie. Fast zehn Jahre organisierte Sarah Schäfer als Mitarbeiterin eines Anbieters für Chorreisen Touren in alle Erdteile. Als das Unternehmen aus privaten Gründen dichtmachte, wagte sie 2007 den Sprung in die Selbstständigkeit, ganz allein und in wirtschaftlich ziemlich schwierigen Zeiten.


Ein Ladenlokal gibt es nicht, Sarah Schäfers Unternehmen hat seinen Sitz in iher Saarbrücker Stadtwohnung und im Internet (www.sarah-schaefer-reisen.de). Chorreisen sind eine Spezialität auf dem Reisemarkt, die vom Organisator viel Engagement, Kenntnisse und gute Kontakte verlangen. Wenn Chöre ihre Reisen unternehmen, wollen sie gern an möglichst repräsentativen Orten auftreten. So träumen viele davon, Messen in bedeutenden Kirchen zu singen. Sarah Schäfer, die vor nicht langer Zeit auch einmal für neun Monate in Rom lebte, kann dank ihrer Verbindungen bis in den Vatikan sogar die Türen des Petersdoms öffnen helfen - außergewöhnlich gut singen sollte der Chor natürlich. Man muss aber jemanden an der Hand haben, der sich vorab seine CD anhört und über einen Auftritt entscheidet. Sarah Schäfer hat schon Dutzenden von Chören und Orchestern aus der gesamten Republik auf deren kleine und große Traumreisen in alle Welt begleitet und dafür gesorgt, dass die Touren die gewünschten persönlichen Noten bekamen: den Männergesangverein Berrenrath, die Landfrauen aus Riegelsberg, die Stadtkapelle Saarbrücken oder die Würzburger Domkantorei.

"Die Chorreisen sehe ich als Art des kulturellen Austauschs und der Völkerverständigung an", sagt sie und freut sich über einen ständig wachsenden Stapel von Empfehlungs- und Referenzschreiben. Als zweites Standbein hat sich die 38-jährige Unternehmerin, die selbst gern und gut rennt, auf Laufreisen spezialisiert. Sie vermittelt und begleitet Läufer überall hin, wo es sich lohnt, die Schuhe zu schnüren: "Sänger und Läufer sind einfach eine nette Klientel."



HINTERGRUND

Für jedes Unternehmen ist es gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten besonders wichtig, sich mit erstklassigem Service vom Wettbewerber zu unterscheiden. Vor diesem Hintergrund hat die Saarbrücker Zeitung die große Aktion "Saarlands Bester Service" ins Leben gerufen. Infos dazu gibt es - natürlich kostenlos und unverbindlich - bei Ihrer Saarbrücker Zeitung unter Telefon (06 81) 5 02 55 30 oder per E-Mail an die Adresse besterservice@sz-sb.de. red