| 20:52 Uhr

Pflege
Klinikbeschäftigte laden Saar-Politiker nach Homburg ein

Homburg. Beschäftigte an der landeseigenen Uniklinik in Homburg (UKS) haben sich mit einem Schreiben an die saarländische Politik gewandt. In dem Brief laden sie Politiker ein, die Uniklinik zu besuchen und sich vor Ort ein Bild über die Arbeitsbelastung zu machen.

 In dem Schreiben heißt es: „Die Situation im Krankenhaus wird seit Jahren immer schlimmer. Frühzeitig haben wir angefangen auf die Personal-Problematik aufmerksam zu machen. Bisher wurde keine Entlastung geschaffen. Wir sind enttäuscht und vertrauen nicht mehr auf leere Versprechungen! Darum bereiten wir uns auf einen Streik für mehr Personal vor.“ Die Beschäftigten erklären ferner: „Wir wollen den Menschen endlich wieder helfen und nicht emotionslose Fließbandarbeit verrichten. Jeder sollte sich überlegen, wie er/sie im Krankheitsfall behandelt werden will, denn alle Menschen sind auf eine gute Pflege angewiesen.“


Aktuell führt die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi an der Klinik eine Urabstimmung durch. Mit dem Ergebnis wird am 12. September gerechnet. Die Landespolitiker sind für den 4. September eingeladen. Die Gewerkschaft hatte Gesundheitsministerin Monika Bachmann (CDU) um Hilfe gebeten, damit für einen möglichen Streik rechtzeitig eine Notdienstvereinbarung mit der Uniklinik erstellt werden kann. Verdi fordert die Kliniken in Homburg auf, sich auf einen unbefristeten Streik einzustellen beziehungsweise umgehend einen Tarifvertrag mit Verdi abzuschließen.