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Berufsschulen sehen sich als gute Alternative zu Gymnasien

Auszubildende sitzen im Unterricht.Location:Sindelfingen
Auszubildende sitzen im Unterricht.Location:Sindelfingen FOTO: dpa
Saarbrücken. (ukl) In der Diskussion um das Abitur nach neun Jahren an Gymnasien sehen die Verbände der Lehrerinnen und Lehrer an Wirtschaftsschulen (VLV) und an beruflichen Schulen (VLBS) keine Notwendigkeit, den saarländischen Gymnasien die Wahlmöglichkeit einzuräumen, zu G 9 zurückzukehren. Es gebe ausreichend Alternativen für G 9. Die Verbände kritisieren, dass in der öffentlichen Diskussion oft unerwähnt bleibe, dass an den beruflichen Oberstufengymnasien mit neun Standorten die allgemeine Hochschulreife in neun Jahren abgelegt werden kann. "Meist ist nur die Rede vom Zwei-Säulen-Modell. Dabei wird viel zu selten anerkannt, welch hervorragende Arbeit an den beruflichen Oberstufengymnasien durch die Lehrkräfte geleistet wird", sagt der stellvertretende Vorsitzende des VLBS, Bernd Haupenthal. Diese Schulen seien die dritte Säule des Systems. Sie bereiteten Schüler sehr gut für ein nachfolgendes Studium oder eine fundierte duale Ausbildung vor, findet der VLW-Vorsitzende Pascal Koch.

Landesweit gebe es derzeit über 1700 Schüler an beruflichen Oberstufengymnasien - Tendenz steigend. VLW und VLBS lehnen daher eine Strukturdebatte ab. Es sei stattdessen sinnvoller, die Rahmenbedingungen im Schulwesen zu verbessern.