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Beitrag zur Bildungsgerechtigkeit

Landrat Udo Recktenwald, Bernhard Gross von der Sehn-Stiftung, Klassenlehrerin Claudia Willié und Schulleiter Karl Burger (von links) bei der Übergabe des Stipendiums. Foto: SZ
Landrat Udo Recktenwald, Bernhard Gross von der Sehn-Stiftung, Klassenlehrerin Claudia Willié und Schulleiter Karl Burger (von links) bei der Übergabe des Stipendiums. Foto: SZ
St. Wendel. 100 Euro können den Unterschied machen. Mit dieser Summe wird ein Schüler der Erweiterten Realschule (ERS) St. Wendel monatlich von der Baustoffwerk Sehn Stiftung gefördert. "Wir wollen dort helfen, wo es an monetären Mitteln fehlt", hat Bernhard Gross von der Sehn-Stiftung jüngst bei der Übergabe des Stipendiums gesagt

St. Wendel. 100 Euro können den Unterschied machen. Mit dieser Summe wird ein Schüler der Erweiterten Realschule (ERS) St. Wendel monatlich von der Baustoffwerk Sehn Stiftung gefördert. "Wir wollen dort helfen, wo es an monetären Mitteln fehlt", hat Bernhard Gross von der Sehn-Stiftung jüngst bei der Übergabe des Stipendiums gesagt. Die Finanzhilfe läuft jeweils über vier Monate und kann, wie es im Fall des St. Wendeler Schülers geschehen ist, auch verlängert werden. Denn der Jugendliche, dessen Name zu seinem Schutz nicht genannt werden soll, ist bereits vier Monate gefördert worden - und zwar mit Erfolg. "Der Schüler hat sich verbessert", berichtet Klassenlehrerin Claudia Willié. Mit dem Geld der Stiftung hätten unter anderem drei Nachhilfestunden bezahlt werden können, die einen Leistungssprung bewirkten. Der Schüler habe erlebt, dass Schule Freude machen kann, sagt Karl Burger, der Leiter der ERS St. Wendel. Das Stipendium solle dabei helfen, dass der Jugendliche anschließend die Berufsfachschule besuchen könne. "Wir brauchen die Unterstützung der Gesellschaft, auch der Industrie und des Handwerks", appelliert Lehrerin Willié. Die Hilfe liege letztlich auch im Interesse der Wirtschaft, denn sie brauche gut ausgebildete Schulabgänger für den Erfolg der Unternehmen. Landrat Udo Recktenwald lobt das Engagement der Baustoffwerk Sehn Stiftung: "Das ist ein Beitrag zur Bildungsgerechtigkeit." Er würde sich wünschen, dass dieses Stipendium "Vorbildcharakter" für andere hätte. Der Landrat kann sich vorstellen mit Mitteln, die er mit dem Verzicht auf das Versenden von Weihnachtskarten spart, im kommenden Jahr ebenfalls bedürftige Schüler zu unterstützen. Dass es für das Baustoffwerk Sehn richtig war, über eine Stiftung gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen, davon ist Bernhard Gross überzeugt. Und die geförderten Kinder und Jugendliche zahlen nicht nur mit Leistung zurück. "Die Freude der Kinder über das Stipendium ist für mich das größte Geschenk", sagt Gross. mic




HintergrundDie Baustoffwerk Sehn Stiftung unterstützt sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche, die Erweiterte Realschulen oder Gymnasien besuchen. Mit den Schülerstipendien fördert die Stiftung unter anderem Einzelförderstunden, Sprachunterricht oder Hausaufgabenhilfe. Wenn Schulen daran Interesse haben, können sie sich wenden an: Baustoffwerk Sehn-Stiftung, Stefan Burk, Oststraße 65, 66386 St. Ingbert. Telefon: (06894) 38 73-134; Fax: (06894) 38 73-139; per E-Mail unter stiftung@sehn.de mic