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Beim Erna an der Cappo gibt's den Nierenspieß

 Ursula Tilk zeigt den Nierenspieß. Foto: Barbara Scherer
Ursula Tilk zeigt den Nierenspieß. Foto: Barbara Scherer
Fraulautern. Auf dem Schild steht "Birr's Holzkohlegrill", doch kaum jemand verwendet diesen Namen, wenn er vom Imbiss in der Fraulauterner Hauptstraße spricht. Die Kunden essen entweder "beim Erna" oder "an der Cappo" Von SZ-Mitarbeiterin Barbara Scherer

Fraulautern. Auf dem Schild steht "Birr's Holzkohlegrill", doch kaum jemand verwendet diesen Namen, wenn er vom Imbiss in der Fraulauterner Hauptstraße spricht. Die Kunden essen entweder "beim Erna" oder "an der Cappo". "Die Cappo war früher eine Diskothek, und vornedran hat eine Imbissbude gestanden", erzählt Stefan Anhaus, der bei der Birr und Anhaus GmbH für die Imbissbuden zuständig ist. Insgesamt gibt es davon sieben im Raum Saarlouis, doch der in Fraulautern ist "der einzige klassische Imbiss, den wir noch haben", erzählt er, "die anderen sind mehr Restaurants und bieten Stammessen an."Doch wer genau ist eigentlich Erna? "Das war die erste Frau von Karl Pirmann, der die Firma gegründet hat", weiß Anhaus zu erzählen, persönlich kannte er Erna jedoch nicht. Ursula Tilk, die seit 1984 an der Imbissbude arbeitet, erzählt: "Erna war in ihrer Art sehr beliebt, die Kundschaft lobt sie heute noch in den höchsten Tönen." Am Imbiss arbeitet Erna jedoch seit fast 30 Jahren nicht mehr. Der Mythos "Erna" lebt jedoch weiter - dank der vielen Saarlouiser, die sich noch an sie erinnern.


Der Imbiss "an der Cappo" hat sehr viele Stammkunden, die teilweise schon seit 30 Jahren und mehr kommen. "Es kommen noch die gleichen Leute wie in den Achtzigern", berichtet Tilk, "und die bringen ihre Kinder als neue Generation mit." Einer dieser Erna-Fans der zweiten Generation ist Christian Schleich aus Fraulautern. "Meine Eltern haben sich in der Cappo kennengelernt und dann auch oft dort gegessen", erzählt er, "und ich gehe heute immer noch 'zum Erna', weil es einfach lecker schmeckt."

Qualität und Geschmack der Produkte sind auch für Stefan Anhaus der Grund, warum die Kunden "em Erna" schon so lange die Treue halten. "Die komplette Rezeptur von Wurst und Soße ist immer noch dieselbe," erzählt er, "das sind lange erprobte Sachen, die sich durchgesetzt haben." Zudem sorge der Holzkohlegrill dafür, den Geschmack der Wurst besser hervorzubringen. Der Imbiss "an der Cappo" sei einer der ersten gewesen, der einen Holzkohlengrill nutzte, erzählt Anhaus: "Die Kundschaft sagt immer wieder, dass die Wurst vom Holzkohlegrill die beste ist." Die beliebtesten Produkte sind der Nierenspieß und die Currywurst. Anhaus selbst sagt: "Wenn ich hier esse, dann entweder eine normale Rostwurst oder eine Currywurst."



 Ursula Tilk zeigt den Nierenspieß. Foto: Barbara Scherer
Ursula Tilk zeigt den Nierenspieß. Foto: Barbara Scherer