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BBZ Merzig unter neuer Leitung

Abschieds- und Begrüßungsfeier in der Aula des BBZ Merzig (von links): Andreas Heinrich, Manfred Horf, Daniela Schlegel-Friedrich, Peter Schmidt und Andrea Becker. Foto: Sylvie Rauch
Abschieds- und Begrüßungsfeier in der Aula des BBZ Merzig (von links): Andreas Heinrich, Manfred Horf, Daniela Schlegel-Friedrich, Peter Schmidt und Andrea Becker. Foto: Sylvie Rauch FOTO: Sylvie Rauch
Merzig. In einer Feierstunde wurde gestern in der Aula des Berufsbildungszentrums Merzig der bisherige stellvertretende Schulleiter, Peter Schmidt, in den Ruhestand verabschiedet. Gleichzeitig begrüßten Lehrer, Offizielle und Gäste den neuen Leiter, Andreas Nikolaus Heinrich. Von SZ-MitarbeiterinSylvie Rauch

Für das Berufsbildungszentrum (BBZ) in Merzig war gestern ein besonderer Tag. Zum einen verabschiedete sich der stellvertretende Schulleiter Peter Schmidt in den wohlverdienten Ruhestand. 33 Jahre war er als Lehrer für Schüler und Kollegen im Einsatz, seit 2004 als stellvertretender Schulleiter. Das vergangene Jahr forderte ihm viel ab, denn durch die Erkrankung des bisherigen Leiters Karlheinz Buß war er als Chef für die Schule mit zwei Standorten verantwortlich. Alle Beteiligten dankten ihm für die vielen Jahre der zuverlässigen und konstruktiven Zusammenarbeit, vor allem für seine Ruhe, Gelassenheit, für sein Führungs- und Organisationsgeschick.

Schon lange wartete man im BBZ auf einen neuen Schulleiter. Andreas Nikolaus Heinrich ist seit knapp zwei Wochen im Amt und wurde gestern von Lehrern, der Staatssekretärin im Ministerium für Bildung und Kultur, Andrea Becker, Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich, Bürgermeister Manfred Horf und dem Leiter der Erweiterten Realschule (ERS) in Merzig, Hans Pattar, begrüßt. Der Vorsitzende des örtlichen Personalrates, Torsten Rehlinger, machte aber den Anfang: "In der kurzen Zeit, in der ich Sie kennen lernen durfte, kann ich sagen, dass ich sehr zuversichtlich bin, dass Sie uns allen sehr offen begegnen, und sich sowohl engagiert für Ihre neue Stelle einsetzten als auch fachkompetent sowie kooperativ mit den Personengruppen umgehen beziehungsweise zusammenarbeiten werden." Für Heinrich schließt sich am BBZ Merzig ein kleiner Kreis, denn nach seinem Abitur absolvierte er dort eine Ausbildung zum Kfz-Mechaniker. Es folgte ein Studium in Metalltechnik und Chemie für das Lehramt an Berufsschulen, das Heinrich unter anderem ans BBZ St. Ingbert führte. Die letzten anderthalb Jahre war er für die Berufsschulabteilung des Ministeriums für Bildung und Kultur tätig, bevor er jetzt wieder an die Schule wechselte.

Für die nahe Zukunft hat Andreas Heinrich auch schon konkrete Pläne. "Wir können es zu unserem Markenzeichen machen, die Schüler auf allen Kanälen für ein gelingendes Leben vorzubereiten. Ein erster Schritt dazu könnte die punktuelle Zusammenarbeit mit Schulen in Luxemburg und Frankreich sein. Unsere Schüler sollen hier auch die Möglichkeit haben, alltags- und berufstaugliches Luxemburgisch und Französisch zu erlernen, um sich später am Arbeitsmarkt erfolgreich zu etablieren", erklärte Heinrich.

Weiter plane er beide Schulstandorte in Merzig im nächsten Schuljahr mit kostenlosem W-Lan auszustatten. Ganz wichtig sei es ihm aber, die menschliche Komponente nicht aus den Augen zu verlieren. Zwar mute die Tätigkeit manchmal so an, als gehe es rein um das Erreichen von Lernzielen, um gute Noten oder einen guten Abschluss. Es seien aber gerade die Dinge, die sich nicht aus einem Lehrbuch erschließen, die einen Menschen ausmachen. Er schloss seine Antrittsrede mit einem Zitat von Adolph Kolping: "Was man im Großen nicht kann, soll man im Kleinen nicht unversucht lassen."


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Auf einen blickBildungs-Staatssekretärin Andrea Becker überbrachte die Glückwünsche des Ministers. Sie habe Heinrich als "absolut zuverlässigen, integeren und kompetenten Mitarbeiter" kennen gelernt, der vor allem durch seine verbindliche und bescheidene Art beeindruckt. Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich begrüßte die Entscheidung des Ministeriums für Andreas Heinrich. Sie betonte, dass es für das BBZ, das mit zwei Standorten und 1500 Schülern die größte Schule im Kreis ist, vor allem gute Lehrer braucht, um die Herausforderungen dort zu meistern. Bürgermeister Manfred Horf hieß den Schulleiter auch im Namen von OB Alfons Lauer willkommen. syr