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Bald ein Neunkircher Zoo-Kalender?

Neunkirchen. Im Mai gehen alle gerne in den Zoo. Das dachte sich auch Zoodirektor Norbert Fritsch und hat deshalb den zweiten Samstag des Wonnemonats zum "Tag der Paten" ausgerufen. Die Premiere in diesem Jahr soll ständige Einrichtung werden Von SZ-Redakteurin Elke Jacobi

Neunkirchen. Im Mai gehen alle gerne in den Zoo. Das dachte sich auch Zoodirektor Norbert Fritsch und hat deshalb den zweiten Samstag des Wonnemonats zum "Tag der Paten" ausgerufen. Die Premiere in diesem Jahr soll ständige Einrichtung werden. "Die Resonanz war groß", plauderte gestern der promovierte Zoologe, den die SZ auf einer Bildungsreise in Berlin via Handy für ein Fazit erwischte. Von 10 bis 16 Uhr waren am Samstag die Pfleger - doppelt so viele wie sonst - im Einsatz, haben einzelne Stationen erarbeitet und im Halb-Stunden-Takt den Kontakt zwischen Pate und Tier ermöglicht, Informationen weitergegeben, die kaum ein Mensch zuvor erhalten hat.Richtig verwöhnt worden waren die Paten. Die FÖJ'ler (Teilnehmer am Freiwilligen Ökologischen Jahr, Anm. d. Red.) haben einen extra für die Paten geöffneten zweiten Eingang geschmückt. Überraschungen gab's noch mehr. So nahmen beispielsweise die Lama-Paten, die Senioren-Residenz Lauterbach, am Lama-Trekking teil, zum Teil in Planwagen. Mit Grillgut, Kaffee, Kuchen wurden alle Paten verwöhnt. "Für die Vegetarier gab es sogar auch was, Federkäse", erinnert Fritsch gestern. Zu sehen gibt's zurzeit wahrlich genug. Und auch genug Neues. Die Plastinate der beiden ehemaligen Neunkircher Elefanten-Damen Chiana und Samba sind allerdings noch nicht in Sicht. Und werden auch entgegen ursprünglicher Planung in diesem Jahr nicht mehr kommen, sondern nächstes Frühjahr (wir werden noch berichten), statt der toten Tiere gibt es aber jede Menge lebendige zu sehen. Im Mai ist nämlich auch der große Nachwuchsmonat im Zoo. Neben den Ziegen, Lämmern und Trampeltier Pascha machen so beispielsweise seit drei Wochen auch zwei Shetland-Ponys ihre ersten Schritte im Leben. Ein guter Grund für die Mitglieder des Fotoclub Tele Freisen am Samstag ihre Apparate zu zücken. Denn die Mitglieder dieses Fotoclubs waren ebenso wie die Paten Gäste des Zoos. 30 Mitglieder des Vereins waren gekommen. "Wir wollten so einfach auch mal danke sagen, schließlich macht dieser Club sehr viel für uns", erinnerte Fritsch gestern beispielsweise an die jährliche Fotoausstellung im Saarpark-Center, mit Zoofotos. Was lag da also näher, als bei den lockeren Gesprächen rund um den Grill auch gemeinsame Pläne für die Zukunft zu machen. "Wir würden gerne einen Kalender zusammen machen und überlegen noch an weiteren Projekten." Ein Projekt ganz anderer Art konnten die Besucher des Zoos am Samstag beobachten. Da waren nämlich die Mitglieder der Leiterrunde Furpach/Wellesweiler im Rahmen der 72-Stunden-Aktion schwer aktiv. Fast 300 Tonnen Sand wurden verarbeitet, um das Pony-Gehege neu zu gestalten, ein Stall wurde gebaut und eine Terrasse für die Besucher gab's noch obendrauf. > wir werden noch berichten "Man muss auch einmal danke sagen."Zoodirektor Norbert Fritsch