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Bakterien in der Erdbeertorte

In Erdbeerkuchen fanden die Lebensmittelkontrolleure Sporen bildende Bakterien. Foto: Fotolia
In Erdbeerkuchen fanden die Lebensmittelkontrolleure Sporen bildende Bakterien. Foto: Fotolia FOTO: Fotolia
Die Saar-Regierung hat ihren Verbraucherschutzbericht für das vergangene Jahr vorgelegt. Er listet beispielsweise Hygiene-Mängel bei Lebensmitteln und Schwimmbädern auf. SZ-Redakteurin Nora Ernst beantwortet die wichtigsten Fragen zum Inhalt des neuen Berichts.

Wie viele Lebensmittelbetriebe wurden 2012 kontrolliert?

Von den 12 881 im Saarland registrierten Betrieben kam es in 7107 zu Kontrollen. 135 wurden zusätzlich überprüft, nachdem Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen waren.

Welche Verstöße kommen am häufigsten vor?

Am häufigsten stellen die Verbraucherschützer Hygienemängel fest. Am zweithäufigsten werden fehlende Eigenkontrollen des Betriebs beanstandet, gefolgt von Kennzeichnung und Aufmachung des Produkts. Am seltensten sind Fälle, in denen die Qualität des Lebensmittels nicht einwandfrei ist.

Welche Folgen hatten die Verstöße für die Betriebe?

In den meisten Fällen (335) wurde ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet, 270 kamen mit einer Verwarnung davon, gegen 42 wurde ein Strafverfahren eingeleitet und zehn Betriebe mussten schließen. Außerdem vernichteten die Kontrolleure 97 Kilo Fleisch, 13 Kilo Margarine und 12,5 Kilo Kräuter und Gewürze.

Welche Produkte wurden besonders häufig beanstandet?

Die meisten Treffer landeten die Verbraucherschützer bei Milchprodukten. Von 89 Proben wurde mehr als die Hälfte beanstandet. Auch bei Spirituosen wurden die Beamten oft fündig. Von 27 untersuchten Proben wurden bei 11 Mängel festgestellt - immer wegen der Kennzeichnung. So war etwa auf einer Probe der Alkoholgehalt um 10 Volumen-Prozent zu niedrig angegeben. Einen besonders deutlichen Anstieg im Vergleich zum Vorjahr gab es bei Fleischerzeugnissen. Jede vierte der 204 Proben wurde beanstandet. 2011 waren es nur 15 Prozent gewesen. So bemängelten die Kontrolleure etwa Fleisch, das als Hähnchenbrustfilet deklariert war, de facto aber aus zusammengesetzten Fleischstücken bestand.

Gabe es Schwerpunktkontrollen?

Das Landesamt für Verbraucherschutz (LAV) nahm 15 Bubble-Tea-Bars unter die Lupe. In 3 wurden hygienische Mängel festgestellt, in 6 wurde die Qualität der Tees beanstandet. Zudem nahmen sich die Kontrolleure Schlagsahneautomaten in Eiscafés vor. Sie stellten in 44 von 68 Sahneproben eine hohe Keimbelastung fest. Wie gefährlich sind die beanstandeten Produkte?

Laut LAV stellt nur ein sehr geringer Teil eine Gefahr für die Gesundheit dar: 9 von 5102 untersuchten Proben. So wurde in einer Frikadelle der Kunststofffuß eines Schneidebretts gefunden. In zwei Proben schwarzer Tattoofarbe fand das LAV krebserregende Stoffe, in Erdbeerkuchen Sporen bildende Bakterien und in gemahlenem Ingwer Salmonellen.

Wie erfahren die Verbraucher von den Verstößen?

Das LAV informiert unter www.saarland.de/97711.htm darüber. Unter www.lebensmittelwarnung.de veröffentlichen außerdem die Bundesländer und der Bund Warnungen.

Wie ist es um die Wasserqualität in Schwimmbädern und Badeseen im Saarland bestellt?

Von 2025 Trinkwasser-Proben wurden 8,8 Prozent beanstandet. Die untersuchten Badeseen wiesen eine sehr gute Qualität auf - nur 16,3 Prozent der 98 Proben wurden bemängelt. Von 241 Proben in Schwimmbädern wurde hingegen beinahe jede dritte bemängelt. In 13 Fällen fanden die Kontrolleure Legionellen, allerdings nur im Filtrat, nicht im Becken selbst.