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Axel Prahl dreht im Saarland

Saarbrücken. Der aus den Münsteraner "Tatort"-Filmen bekannte Schauspieler Axel Prahl wird aller Voraussicht nach im November im Saarland zu Dreharbeiten zu Gast sein. Er soll die Hauptrolle in einer Adaption von Franz Kafkas Erzählung "Der Bau" spielen, der ersten Kinoproduktion von Regisseur Jochen Alexander Freydank Von SZ-Redakteur Johannes Schleuning

Saarbrücken. Der aus den Münsteraner "Tatort"-Filmen bekannte Schauspieler Axel Prahl wird aller Voraussicht nach im November im Saarland zu Dreharbeiten zu Gast sein. Er soll die Hauptrolle in einer Adaption von Franz Kafkas Erzählung "Der Bau" spielen, der ersten Kinoproduktion von Regisseur Jochen Alexander Freydank. Freydank erhielt 2009 den Oscar für seinen Kurzfilm "Spielzeugland" (Uraufführung beim Ophüls-Festival) und führte Regie beim Saarland-"Tatort" mit dem Titel "Heimatfront" (2011). Noch seien die saarländischen Filmfördergelder von 250 000 Euro zwar nicht bewilligt, erklärt Gerd Bauer, Geschäftsführer der Saarland-Filmförderung. Doch "spätestens im Sommer sollte das geschehen sein und den Dreharbeiten dann nichts mehr im Weg stehen", so Bauer.Freydanks Film soll zumindest in Teilen im Saarland gedreht werden, der Regisseur habe bereits "mehrere Drehorte im Saarland" ins Auge gefasst, erklärt Bauer. Welche dies genau sind, will Bauer noch nicht verraten. Dafür, wer noch mitspielen wird: Ken Duken ("Zweiohrküken"), der ein bisschen so aussieht wie der US-Schauspieler Kevin Bacon - oder auch wie Brad Pitt. Auch die Luxemburger Schauspielerin Désirée Nosbusch ist mit an Bord - als Koproduzentin mit ihrer Firma "Deal Production". Entsprechend werden weitere Szenen des Films in Luxemburg gedreht. Das Großherzogtum fördert den Film mit weiteren 1,5 Millionen Euro.



Kafkas unvollendete Erzählung "Der Bau" (1923/24) schildert den vergeblichen Kampf eines Tieres um die Perfektionierung seines riesigen Erdbaues zum Schutz vor Feinden. Die labyrinthartige Anlage und deren zwanghafte Absicherung durch den Bewohner führt allerdings alsbald zu Paranoia. Eine filmische Umsetzung des Stoffes in der Welt des Menschen verspricht interessant zu werden.

Über eine neue Internetseite und günstige Kreditmodelle für Filmproduzenten will die Saarland-Filmförderung zudem weitere Filmprojekte ins Land locken. Unter www.production-guide.eu finden Produzenten einen Überblick über Schauspieler, Regieassistenten, Aufnahmeleiter, Tontechniker, Caterer, Autoverleihfirmen, etc. aus der gesamten Großregion. 235 Dienstleister aus dem Saarland, Luxemburg, Frankreich, Belgien und der Eifel sind bereits eingetragen, wie Bauer mitteilt. Zudem hat die Saarland-Filmförderung mit saarländischen Banken und dem Wirtschaftsministerium ein Finanzierungsmodell erarbeitet, das für Filmproduzenten unwiderstehlich sein soll: Das Land übernimmt die Zinslast von Darlehen, die bis zur Auszahlung der gesamten Filmfördersumme bei Vollendung des Films in aller Regel aufgenommen werden müssen. Ein bislang einzigartiges Modell in Deutschland, sagt Bauer. Rechnen fürs Land soll sich das, weil durch die Dreharbeiten hier zu Lande mehr Geld hereinkomme als für Zinslasten ausgegeben werden muss. Ob der Plan aufgeht, zeigen jetzt die Produzenten. Also: Film ab!