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| 22:14 Uhr

Aufbruch in den Umbruch

Dillingen. Als im Frühjahr 2006 die Dillinger Pfarreien Hl. Sakrament, St. Johann und St. Josef zusammengingen, bildeten sie unter der Leitung von Pastor Gerhard Jacob mit rund 10 500 Katholiken die größte Pfarreiengemeinschaft im Bistum Trier Von SZ-Redakteur Harald Knitter

Dillingen. Als im Frühjahr 2006 die Dillinger Pfarreien Hl. Sakrament, St. Johann und St. Josef zusammengingen, bildeten sie unter der Leitung von Pastor Gerhard Jacob mit rund 10 500 Katholiken die größte Pfarreiengemeinschaft im Bistum Trier. Drei Jahre später sind es nur noch 10 170 Gläubige, andere Kooperationen haben sie an Größe überholt und auch für Dillingen steht eine neue Konzentration der Kräfte an: mit der zweiten Pfarreiengemeinschaft aus St. Maximin und Maria Trost, in der Pastor Patrik Schmidt 5279 Katholiken führt. Wie ab 2011 alle fünf katholischen Pfarreien der Hüttenstadt ihre Zusammenarbeit für die rund 15 450 Seelen im "Pastoralen Raum Dillingen" verbindlich strukturieren, soll eine Steuerungsgruppe aus den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit den Pfarrmitgliedern erarbeiten. "Wie können wir vor Ort die Veränderungen im gesellschaftlichen und kirchlichen Leben gestalten?", formuliert Jacob die zentrale Frage. Die Arbeitsgruppe (AG) hat sich gebildet aus den beiden Pfarreienräten, welche die Gemeinschaften zusätzlich zu den Pfarrgemeinderäten (PGR) der fünf Pfarreien seit der letzten Wahl im Herbst 2007 haben.Kummerkästen für Sorgen Jetzt stellt die AG den Reformprozess in Gottesdiensten in allen Pfarreien vor (siehe Infokasten). Zu klären ist laut Jacob: "Was bedeutet es mit allen Fragen und Nöten?" Nach einer Dialogpredigt werden in den fünf Kirchen "Vorschlags- und Kummerkästen" für Sorgen und Anregungen der Pfarrmitglieder aufgestellt. Bis September werden die Eingänge gesammelt und dann ausgewertet. Die AG schreibt in ihrer Einladung: "Nicht nur hier bei uns, sondern im ganzen Bistum Trier und anderen Bistümern geschieht zurzeit Ähnliches. Dafür gibt es mehrere Gründe: Die Bevölkerungszahl geht zurück, auch die Zahl der Katholiken sinkt. Damit werden die finanziellen Ressourcen geringer und immer weniger Priester und andere hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen zur Verfügung." Daher müsse es das Ziel sein, "die fünf Pfarreien einander näher zu bringen und Kräfte zu bündeln, gemeinsam zu planen und Ideen untereinander auszutauschen, das Gemeindeleben und den Glauben zu stärken." Dabei entständen viele Fragen, zum Beispiel: Welche Messen gibt es dann noch wo, welche fallen weg? Oder: Was heißt das für die Feier der Erstkommunion? Nicht auf alle gebe es bereits Antworten. Offen ist auch, wer der leitende Pfarrer in dieser Einheit wird. Gerhard Jacob sagte der SZ: "Das kann einer der jetzigen Pastoren sein, also Patrik Schmidt oder ich, oder ein ganz anderer von außerhalb." Die personelle Besetzung und auch Zahl der Seelsorger für den "Pastoralen Raum Dillingen" liege allein im Ermessen des Bistums.

Auf einen BlickVorgestellt wird die Thematik in Kennenlern-Gottesdiensten in allen fünf Kirchen. Als Vertreter der Seelsorgeteams beider Pfarreiengemeinschaften halten Gemeindereferentin Annette Haak und Kaplan Martin Laskewicz jeweils eine Dialogpredigt zu dem Reformprozess. Die Messzeiten dafür sind: am Samstag, 23. Mai, um 17 Uhr in Hl. Sakrament (Innenstadt); am Samstag, 23. Mai, um 18.30 Uhr in St. Josef (Diefflen); am Sonntag, 24. Mai, um 10.30 Uhr in St. Johann (Überm Berg); am Sonntag, 7. Juni, um 10.30 Uhr in Maria Trost (Pachtener Heide); und am Samstag 27. Juni, um 18 Uhr in St. Maximin (Pachten). kni