| 20:24 Uhr

Auf Kaltstart folgt Feststimmung

Die Blasmusik der Rentnerband aus Oberkirchen traf bei der Stadl-Gaudi in Hoof den Nerv des Publikums. Foto: Frank Faber
Die Blasmusik der Rentnerband aus Oberkirchen traf bei der Stadl-Gaudi in Hoof den Nerv des Publikums. Foto: Frank Faber
Hoof. Fällt die zwölfte Stadl-Gaudi buchstäblich ins Wasser? Ortsvorsteher Gernot Müller und das Team der Alten Herren (AH) des Sportvereins Hoof warfen sich am Nachmittag in der Werkhalle besorgte Blicke zu. "Die Veranstaltung steht auf der Kippe Von SZ-Mitarbeiter Frank Faber

Hoof. Fällt die zwölfte Stadl-Gaudi buchstäblich ins Wasser? Ortsvorsteher Gernot Müller und das Team der Alten Herren (AH) des Sportvereins Hoof warfen sich am Nachmittag in der Werkhalle besorgte Blicke zu. "Die Veranstaltung steht auf der Kippe. Ich weiß nicht, ob bei dem Regenwetter überhaupt Wandergruppen und unsere befreundeten Nachbarvereine unterwegs sind", grübelte Müller. Normalerweise seien in den Vorjahren schon zur Mittagszeit die ersten Wanderer in Hoof eingelaufen. "Es war immer ein Kommen und Gehen", so Müller.Der AH-Chef wusste jedoch, dass er noch ein Ass im Ärmel hat - der Auftritt der Rentnerband aus Oberkirchen.


Die Blasmusikanten waren gerade dabei, sich auf der Bühne zu postieren, da strömten Besucher und teils bis auf die Haut nasse Wanderer in die Werkhalle. Müller atmete durch und begrüßte Gäste aus Lockweiler-Krettnich. "Wir sind mit dem Auto gekommen, weil wir in diesem Jahr wegen dreier Trauerfälle keine Gruppe zusammen bekommen haben", berichtete Stadl-Gaudi-Stammgast Bernd Konrad. Müllers Blick richtete sich dann sofort wieder zur Eingangstür: Edmund Weigerding führte die große Abordnung der AH-Fußballer aus Haupersweiler in die Halle.

Kurz nach ihnen trafen die Senioren-Kicker aus Oberkirchen ein. "Wir sind am Morgen zum Frühstücken nach Haupersweiler los, von dort nach Niederkirchen bis hier her", erzählte Klaus Klein. Nachher gehe es natürlich zu Fuß nach Oberkirchen zurück. "Dann haben wir 24 Kilometer auf dem Tacho", sagte Klein. Mittlerweile hatten sich weitaus mehr Auswärtige als einheimische "Heemer" zum Blaskonzert der Rentnerband versammelt. "Ein Prosit der Gemütlichkeit", gab der 86-jährige Senior der Kapelle, Ludwig Maurer, auf der Bühne den Ton vor.



Gut gelaunt klatschten die Gäste im Takt und stimmten in die Lieder der Musikanten ein. "Die Stimmung ist hier einzigartig", attestierte Stammgast Konrad der Veranstaltung das Prädikat Volksfeststimmung. Mit Leichtigkeit vollzog sich am späteren Abend in der Halle auch ein regelrechter Generationswechsel.

Nach der Rückkehr der Hoofer Fußballer, die an ihrem "Wannerschdaach" das Ostertal durchquert hatten, löste DJ Mäggi alias Marc-Andre Müller die Rentnerband auf der Bühne ab. Er packte bei der Spätschicht Oktoberfest- und Stimmungshits aus. "Es hat noch gepasst, es waren insgesamt ausreichend Besucher da", bilanzierte der zufriedene AH-Chef Müller. "Die Stimmung ist hier einzigartig."

Stammgast

Bernd Konrad